Benutzerspezifische Werkzeuge

  Suchfilter  

Medienmitteilung

Junge Stimmen, neue Perspektiven für die Alpen

Wo stehen die Alpen in Sachen Jugendbeteiligung? Wo besteht Handlungsbedarf? Mit einem Bericht schafft die CIPRA einen Überblick über die Situation in den Alpenländern und zeichnet nötige Schritte auf. Selber geht sie voraus: Sie hat einen Jugendbeirat gegründet.

Viele Jugendliche in den Alpen sind informiert und wollen ihre Zukunft mitgestalten. © Heinz Heiss / Zeitenspiegel.

«Um die Bedürfnisse der AlpenbewohnerInnen zu verstehen, ist es notwendig, auch die Sicht junger Menschen zu berücksichtigen.» Sara Cattani, 24 Jahre, bringt auf den Punkt, was die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA mit ihrem Engagement in Jugendbeteiligung erreichen möchte. Claire Simon, Geschäftsführerin von CIPRA International: «Im Zentrum einer nachhaltigen Entwicklung steht die Idee, dass die nächsten Generationen dieselben Möglichkeiten haben wie die unsrige.» Dazu müssen sie auf Augenhöhe in Entscheidungsprozesse einbezogen werden.
Wo stehen wir diesbezüglich in den Alpen? Welches sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen in den Ländern? Wo hapert es? Der Bericht «Jugendbeteiligung in den Alpen» der CIPRA gibt Aufschluss. Der Bericht ist auch ein Beitrag zur Vernetzung von in der Jugendbeteiligung und Umweltbildung tätigen Organisationen.

Gemeinden haben grosse Verantwortung

Die Analyse zeigt: Viele der rund zwei Millionen jungen Menschen in den Alpen möchten sich engagieren für ihren Lebensraum. Sie wissen, was sie brauchen, und sind auch bereit, sich dafür einzusetzen. Dieses Potenzial gilt es zu nutzen. Die CIPRA fordert: Als erste «Erlebniswelt» nach der Familie müssen Gemeinden Strukturen für Jugendbeteiligung schaffen. Zudem soll es nicht nur vorwiegend Angebote geben für Jugendliche – wie bisher –, sondern auch für junge Erwachsene und auf internationaler Ebene.
Die CIPRA selber hat einen Jugendbeirat ins Leben gerufen. Sieben junge Menschen aus verschiedenen Alpenländern beraten die CIPRA-Gremien in strategischen Fragen. Die Italienierin Sara Cattani aus Torino ist eine von ihnen. Im Dialog mit dem Vorstand, den Delegierten, den nationalen Vertretungen, der Geschäftsstelle von CIPRA International und mit anderen Jugendlichen entwickelt sie Zukunftsperspektiven für das Leben in den Alpen – für ihr Leben, für ihre Umwelt. Andrea Müller, 24 Jahre, aus Schüpfheim in der Schweiz, bekennt: «Ich habe ein starkes persönliches Interesse an der Natur und den Alpen.» Teil des CIPRA-Jugendbeirats zu sein erlaube ihr, zu einem gesunden Verhältnis zwischen Natur und Menschen in den Alpen beizutragen.

Jugendliche machen sich fit

Die Mitglieder des Jugendbeirats setzen sich mit Themen auseinander, die aus ihrer Sicht wichtig sind. Als erstes haben sie sich Mobilität vorgenommen. Sie arbeiten hierfür mit den sieben nationalen CIPRA-Vertretungen in den Alpenländern und mit weiteren Jugendlichen zusammen. Die Ergebnisse des «Youth Alpine Dialogue­» (Jugend-Alpendialog) halten sie in Video-Interviews fest: mit Ihresgleichen, mit VertreterInnen der Zivilgesellschaft, mit PolitikerInnen.
Der Jugend-Alpendialog und der Bericht «Jugendbeteiligung in den Alpen» wurden ermöglicht dank der finanziellen Unterstützung des europäischen Programms «Jugend in Aktion».

Die Broschüre „Youth Participation in the Alps“ steht zum Download bereit unter: www.cipra.org/en/young-people-in-the-alps/YouthBrochure.pdf

Weitere Informationen zum Thema unter
www.cipra.org/de/jugend.

 

Rückfragen bitte richten an:
Nicoletta Piersantelli, Projektleiterin Jugend, CIPRA International, Tel. +423 237 53 10;
eMail
Katharina Conradin, Vorstand CIPRA International / CIPRA Schweiz, Tel +41 31 372 20 00 oder
+41 79 660 38 66; eMail

Für den Jugendbeirat:
Isabella Hilber (A), Mediensprecherin, +43 67 644 360 37; eMail
Cathérine Frick (LI), Tel +41 79 419 89 05; eMail

 



 

abgelegt unter: ,
Archiv

Medienmitteilungen von 2009 und früher sind im Archiv zu finden.