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Spannungsfeld Wolf

Wie kann eine Koadaption, die gegenseitige Anpassung von Mensch und Wolf funktionieren? © Ray Hennessy / unsplash

Die Wölfe sind zurück. Warum es nun transparente Kommunikation, eine Professionalisierung des Hirt:innenberufes und mehr Vernetzung braucht, beleuchtet ein Projekt der CIPRA.

Über regionale, nationale aber auch soziale und kulturelle Grenzen hinweg, mit Menschen aus Wissenschaft, Verwaltung und der Praxis: In zahlreichen Gesprächen sammelte die CIPRA unterschiedliche Erfahrungen, Sichtweisen und Praktiken von Hirten, Naturschützerinnen und Schafzüchtern im Umgang mit dem Wolf im Alpenraum. Ein Ergebnis der Recherchen bezog sich auf die Kommunikation. Diese soll faktenbasiert, ruhig und transparent sein, um Vertrauen aufzubauen und Wissen zu verbreiten. Ein weiteres Fazit dreht sich um den Beruf des Schäfers bzw. der Schäferin, welcher seit der Rückkehr der Grossraubtiere wichtiger denn je ist. Eine Professionalisierung der Ausbildung sowie die Vernetzung ist daher notwendig, um das soziale Ansehen und die finanzielle Entlohnung des Berufsstandes zu verbessern. Darüber hinaus ging aus den Interviews hervor, dass die Monitoring-Aktivitäten überregional und transnational ausgebaut und die Herdenschutz-Massnahmen verbessert werden sollen.

Hirt:innen stehen seit der Rückkehr des Wolfes vor umfangreichen Aufgaben. In einer Untersuchung in Südtirol, Frankreich, der Schweiz und Österreich definierte man Potenziale und Herausforderungen für eine grenzübergreifende Hirt:innen-Organisation. Die Studie sowie der Projektbericht stehen online zur Verfügung. Basierend auf den Ergebnissen wird nun ein Umsetzungsprojekt entwickelt, in dem die CIPRA der Frage nachgeht, wie Kommunikation im Spannungsfeld zwischen Wolf und Mensch gelingen kann.

 

Quellen und weitere Informationen:
www.cipra.org/wissen-wolf

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