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Für sauberes und trinkbares Wasser

Junge Aktivist:innen setzen sich mit Unterschriften gegen das slowenische Wassergesetz ein. © Uroš Hočevar

Slowenien bereitet sich auf ein Referendum vor, das über den Erhalt der Ufer- und Küstenzonen und damit über die Zukunft des Trinkwassers entscheidet. CIPRA International arbeitet unterdessen an einer Position zu Wasserkraft.

Bungalows, Schuppen und Gewächshäuser oder Hotels, Einkaufszentren und Tankstellen: Zwei Ausnahmeregeln im slowenischen Wassergesetz erlauben die Errichtung einer Vielzahl von Gebäuden an Gewässern und der Küste. Dies gefährdet neben dem Oberflächen- auch das Grundwasser, das für mehr als 95 % des Trinkwassers in Slowenien sorgt. Ausserdem erweitert das Gesetz indirekt den Spielraum für die Privatisierung des Zugangs zu Wasser und verschlechtert die Hochwassersicherheit, da natürliche Uferzonen dabei eine wichtige Schutzfunktion haben.

Diese Ausnahmeregelungen wurden dem Wassergesetz diesen März im Schnellverfahren hinzugefügt – ohne öffentliche Debatte oder Beteiligung von Expert:innen. Eine Gruppe von Nichtregierungsorganisationen, darunter CIPRA Slowenien, reagierten mit einer Trinkwasserinitiative und starten mit mehr als 50'000 gesammelten Unterschriften ein Referendum. «Die Menschen haben erkannt, dass wir uns selbst um eine nachhaltige Zukunft kümmern müssen und diese Verantwortung nicht allein der Politik überlassen dürfen", erklärt Katarina Žakelj von CIPRA Slowenien. Die Kampagne sei ausserdem eine außergewöhnliche Gelegenheit, um eine schnelle Lektion über Ökosystemleistungen, Biodiversität und Raumplanung zu erhalten.

Einen kritischen Blick hat auch CIPRA International, die derzeit an einer Position zu Wasserkraft im Alpenraum arbeitet und der Frage nachgeht, wie viel davon umweltverträglich und ökologisch tragbar ist. Ebenso aktiv ist die Liechtensteiner Gesellschaft für Umweltschutz (LGU), die sich für eine Rheinaufweitung einsetzt. Denn naturnahe Gewässer- sowie Uferzonen sind nicht nur artenreiche Ökosysteme und Erholungsgebiete, sondern auch wichtige Trinkwasserquellen, wie sich in Slowenien zeigt.

 

Quellen und weiterführende Informationen:

zapitnovodo.si (sl), lgu.li/artikel/rheinaufweitungen-gemeinsam-denken (de)