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Klima-Aktionsplan für die Alpen

Demonstranten-Ständiger Ausschuss

Das Tunnelprojekt Lyon-Turin gibt Anlass zu Diskussionen. © Michael Vogel

Vom 2. - 5. Mai 2007 fand in Lanslebourg (Savoyen/F) die 35. Sitzung des Ständigen Ausschusses der Alpenkonferenz statt. Der französische Vorsitz legte einen Schwerpunkt auf den nachhaltigen Tourismus. Dieses Thema wird sich als roter Faden durch die beiden Vorsitzjahre Frankreichs 2007/2008 ziehen.
Ein weiterer Schwerpunkt wird die Ausarbeitung eines Aktionsplans zum Klimawandel in den Alpen sein. Die UmweltministerInnen der Alpenstaaten und der EU haben im November 2006 eine Deklaration verabschiedet. Darin haben sie dem Ständigen Ausschuss den Auftrag erteilt, bis zur nächsten Ministerkonferenz Anfang 2009 einen Aktionsplan zum Klimawandel in den Alpen vorzulegen. Dieser Aktionsplan wurde auf Anregung der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA in die Deklaration aufgenommen. Er soll konkrete Massnahmen und einen Zeitplan beinhalten und sich sowohl auf die Vermeidung des Klimawandels wie auch auf Anpassungsstrategien beziehen. Nun ist es am französischen Vorsitz, mit Unterstützung des Ständigen Sekretariats rechtzeitig vor der nächsten Sitzung des Ständigen Ausschusses vom 22.-24. Oktober 2007 Vorschläge zu präsentieren.
Der Alpenzustandsbericht der Alpenkonferenz zu Verkehr und Mobilität wurde nach wenigen Korrekturen zur Publikation freigegeben. Wasser ist das Thema des nächsten Berichts, welcher nun in Angriff genommen wird.
Am Rande der Sitzung hat eine Gruppe von französischen und italienischen GegnerInnen der Hochgeschwindigkeits-Bahnverbindung Lyon-Turin ihre Gründe für die Ablehnung des projektierten Basistunnels dargelegt. Die Gruppe "Collectif des défenseurs du site du Mont Cénis" betonte insbesondere die Sorge um die Zukunft der so genannten "Carrière du Paradis". Dort, auf über 2000 m inmitten eines Schutzgebietes, sollen dereinst 6 Mio. m3 Ausbruchmaterial des Basistunnels gelagert werden. Die GegnerInnen hoffen, dass die Gremien der Alpenkonvention Unterstützung bieten werden, um auf die Risiken und Gefahren dieses Vorgehens hinzuweisen. Die Auswirkungen der Bauarbeiten und Schuttablagerungen auf Gesundheit, Wirtschaft, Tourismus und Umwelt seien nicht genügend geklärt, Gegenexpertisen zu den Studien der Tunnelpromotoren fehlten ganz.
Quelle: CIPRA International