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Weltraumbeobachtung für Risikomanagement in den Alpen

Mittels Satelliteneinsatz soll das Risikomanagement für Erdrutsche, Lawinen, Schlammlawinen und Überschwemmungen in den Alpenregionen verbessert werden. Dies ist das Ziel des neuen Forschungsprojekts ASSIST (Alpine Safety, Security and Informational Services and Technologies), welches zur Zeit im Zuge der europäischen Initiative "Globale Umwelt- und Sicherheitsüberwachung" (GMES) eingeleitet wird.
Die sieben Projektpartner aus Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz wollen verallgemeinerbare Ansätze erarbeiten und testen, um Daten für die Risikovoraussage und das Risikomanagement zu generieren und zu vernetzen. Zwar fokussiert das Projekt auf den Alpenraum, die Resultate sollen jedoch auch leicht auf andere Gebirgsregionen übertragbar sein. Alleine in der EU machen Gebirgsregionen rund 30 Prozent des gesamten Territoriums aus, wo etwa 30 Millionen Menschen leben.
Im Rahmen des Projekts werden Daten aus der Satelliten-Erdbeobachtung mit Luftaufnahmen und meteorologischen Daten kombiniert, um integrierte Sicherheits- und Informationssysteme für die Alpen neu einzurichten oder weiterzuentwickeln. Für das konkrete Risikomanagement ist vorgesehen, Einrichtungen wie Polizeistationen, Krankenhäuser, Luftrettung oder Feuerwehr zu so genannten Dienstleistungszentren auszubauen. Diese autonom betriebenen Zentren werden fähig sein, Rohdaten (z.B. aus der Satellitenbeobachtung) abzurufen und für die tägliche Risikovoraussage und das Krisenmanagement zu bearbeiten sowie eng mit anderen vergleichbaren Zentren zusammenzuarbeiten.
Die Europäische Kommission unterstützt ASSIST unter dem vorrangigen Themenbereich "Luft- und Raumfahrt" mit 1,1 Millionen Euro. Einerseits will sie damit die Sicherheit in den Gebirgsräumen erhöhen, andererseits auch die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen GMES-Industrie stärken.
Quellen und Infos: http://dbs.cordis.lu/news/de/home.html (de/fr/it/en) 22.06.2005; http://europa.eu.int/rapid/pressReleasesAction (de/fr/en)