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Medienmitteilung

Natur in den Alpen: geschätzt und gefährdet

(22.05.2014) Die Alpen sind ein Hotspot der biologischen Vielfalt in Europa. Mit der Energiewende und dem Klimawandel kommen die Tiere und Pflanzen in Bedrängnis. Es ist höchste Zeit, die Natur als unser wertvollstes Gut anzuerkennen und zu sichern. Wege dazu zeigt die CIPRA anlässlich des Internationalen Tags der Biodiversität.

Blühende Bergwiesen - der Internationale Tag der Biodiversität bietet Anlass, auf die Bedeutung der vielfältigen Natur in den Alpen hinzuweisen. © berggeist007 / pixelio.de

Die Vielfalt an Tieren und Pflanzen ist im Alpenraum besonders gross und wertvoll. Die «Flora alpina» zählt beispielsweise 4‘491 Pflanzenarten, wovon mehr als 500 nur hier vorkommen. Damit sind die Alpen die floristisch reichhaltigste Region Mitteleuropas. Gleichzeitig kommt die Natur unter Druck. Energiewende und KIimawandel sind nur zwei von vielen Gründen, warum die Lebensräume der Tiere und Pflanzen in den Alpen bedroht sind. Am heutigen Internationalen Tag der Biodiversität erinnert die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA daran, wie wir zur Natur Sorge tragen können.

Energieproduktion und Naturschutz im Einklang

Wind, Wasser, Sonne und Holz sind erneuerbare Ressourcen, von denen es im Alpenraum reichlich gibt. Wie können wir dem Ruf nach erneuerbaren Energien folgen, ohne gleichzeitig der Natur Schaden zuzufügen? Solche Entscheidungen für PolitikerInnen und Energieerzeuger objektiver und einfacher zu machen, ist Ziel des alpenweiten Projekts recharge.green. Ein Ergebnis sind beispielsweise Landkarten, die aufzeigen, wie gross das nachhaltig nutzbare Potenzial an erneuerbaren Energien im Alpenraum ist. Wie ein naturschonender Umgang mit Wasserkraft aussehen kann, zeigt die CIPRA in ihrem kürzlich veröffentlichten Positionspapier.

Ein Netz für die Natur

Aufgrund der globalen Erwärmung verschieben sich die Vegetationszonen. Damit Tiere und Pflanzen auf diesen Wandel reagieren und neue Standorte zum Überleben finden können, müssen Schutzgebiete, aber auch nicht geschützte Horte der Artenvielfalt erhalten und ökologische Korridore dazwischen geschaffen werden, um Wanderungen zu ermöglichen. Die Schlüsselrolle spielt dabei die Raumplanung: Das Konzept des ökologischen Verbunds muss auf allen Ebenen und unter Einbindung aller Beteiligten verankert werden. Welche weiteren Herausforderungen hiermit verknüpft sind, hat das Econnect-Projekt aufgezeigt.

 

Rückfragen bitte richten an:

Aurelia Ullrich-Schneider, Projektleiterin Biodiversität und Landschaft, CIPRA International
+423 237 53 08,

Barbara Wülser, Kommunikationsverantwortliche CIPRA International
+423 237 53 11,  

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