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Leitmotive

Ge·nüg·sam·keit

von „genug“:  in einem Mass, das für die entsprechenden Bedürfnisse ausreichend ist.

Das Wohlstandsmodell der westlichen Industriegesellschaft gilt weltweit als Vorbild. Es ermöglicht breiten Schichten, nicht nur ihre Grundbedürfnisse wie Nahrung, Sicherheit oder Bildung zu decken, sondern sich darüber hinaus zahlreiche weitere Güter anzueignen, die nicht existenzsichernd sind, wie Fernreisen, elektronische Geräte oder Zweitwohnungen. Rund 75 Prozent beträgt der Konsum nicht notwendiger materieller Güter am Gesamtkonsum. Der Preis ist hoch: Wir müssen stetig mehr verdienen und mehr leisten, und verbrauchen immer mehr.

Wir leben auf Kosten anderer Weltregionen, folgender Generationen und der Natur. Damit gerät das westliche Wohlstandsmodell zunehmend in Konflikt mit der nachhaltigen Entwicklung. Mit dem Vorsatz der Genügsamkeit und der Frage, was wir wirklich brauchen, geht die CIPRA mit alpMonitor deshalb an die Handlungsfelder Natur und Mensch, Raumplanung, Tourismus, Wohnen und Arbeiten sowie Soziale Handlungsfähigkeit heran.

Quellen und weitere Informationen:


Par·ti·zi·pa·ti·o̱n

vom lateinischen « participatio »: Beteiligung, Teilnahme, Mitwirkung, Mitbestimmung oder Einbeziehung.

Um schneller und besser auf die Veränderungen und Herausforderungen in den Alpen reagieren zu können, braucht es neue und ergebnisoffene Formen der Meinungsbildung und Entscheidungsfindung. Partizipative Prozesse erfordern Vertrauen, Transparenz, Zugang zu Informationen und die Fähigkeit, gute Gespräche zu führen und einander zuzuhören. Nicht nur die Führungselite, sondern alle Alpenbewohnerinnen und -bewohner sollten sich dies aneignen. So bleiben sie unabhängig und handlungsfähig.

Mit dieser Forderung geht die CIPRA mit alpMonitor an die Handlungsfelder Natur und Mensch, Raumplanung, Tourismus, Wohnen und Arbeiten sowie Soziale Handlungsfähigkeit heran.

Quellen und weitere Informationen:


So·li·da·ri·tät

vom lateinischen solidus für gediegen, echt oder fest; Zusammenhalt zwischen gleichgesinnten oder gleichgestellten Individuen und Gruppen und den Einsatz für gemeinsame Werte.

Viele Menschen in den Alpen sind mehrfach auf Solidarität angewiesen: Solidarität zwischen unterschiedlichen Alpenbewohnerinnen und -bewohnern, zwischen den Regionen, zwischen den Alpen und ihrem Umland. So etwa sind ältere Menschen tendenziell vermögender und noch dazu in der Überzahl. Die Jungen sind auf deren Solidarität angewiesen. Die Jungen hingegen füllen die Kassen der Altersvorsorge.
Es gibt in den Alpen sehr unterschiedliche Regionen: städtische und ländliche, gut erschlossene und abgelegene, wohlhabende und ärmere. Arbeiten sie solidarisch zusammen, erreichen sie mehr. Denn die Alpen sind auch auf die Solidarität des übrigen Europas angewiesen – und umgekehrt: Wasser und Strom fliessen hinunter, Tourismusströme und Wertschöpfung fliessen hinauf.

Mit dem Leitmotiv der Solidarität geht auch die CIPRA mit alpMonitor an die Handlungsfelder Natur und Mensch, Raumplanung, Tourismus, Wohnen und Arbeiten sowie Soziale Handlungsfähigkeit heran.