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Licht und Schatten in den italienischen Alpen

Nachhaltiger Bergweinbau: Eines von 15 guten Beispielen der Alpenkarawane 2018. © CIPRA International

Mit schwarzen und grünen Fahnen zeichnet die italienische Umweltorganisation Legambiente alljährlich Umweltsünder und -Vorbilder aus. 2018 überwiegt die Farbe Grün.

Fünfzehn grüne Fahnen für innovative, nachhaltige Beispiele und sechs schwarze Fahnen für exzessive Landnutzung wurden bei der diesjährigen Ausgabe der «Alpenkarawane» vergeben, einer Informationskampagne von Legambiente. Negativauszeichnungen gingen diesmal vorrangig an öffentliche Verwaltungen, darunter die Provinzen Trient und Südtirol. Sie hatten ein Gesetz verabschiedet, das es erlaubt, Wölfe und Bären zu fangen und zu töten. Eine schwarze Fahne erhielt auch das französische Innenministerium für seine Ablehnung von Geflüchteten an Alpenpässen und die damit einhergehende unmenschliche Behandlung von Frauen und Kindern durch die Polizei.

Zu den positiven Beispielen gehörte neben kleinen Gemeinden und Vereinen, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen, ein berühmtes Weingut im Trentino. Es hat all seine Weinberge auf ökologischen Anbau umgestellt und ein Protokoll «für nachhaltigen Bergweinbau» eingeführt, das auch andere Winzer nutzen können. Eine Familie im Aostatal wurde wegen ihres Mutes und ihrer Entschlossenheit ausgezeichnet. Sie hatte den Europäischen Gerichtshof dazu aufgerufen, die Auswirkungen des Klimawandels auf das tägliche Leben der Menschen in den Bergen zu verurteilen. Eine Auszeichnung erhielten auch einige friulanische Bauern; Sie waren Drohungen und tätlichen Angriffen ausgesetzt, weil sie über illegale Aktivitäten von Motorradfahrern berichtet hatten.

Die vollständige Liste der grünen und schwarzen Flaggen ist auf der Legambiente-Website veröffentlicht: www.legambiente.it/contenuti/articoli/carovana-delle-alpi-2018 (it)