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Knotenpunkt Alpen: Nachhaltigkeit digital vernetzt

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Nachhaltigkeitsstammtische, Gemeinwohl-Ökonomie, Bürgerinitiativen, Erzeugergemeinschaften und lokale Naturschutzgruppen – sie alle verbindet ein Ziel: Mehr Nachhaltigkeit im Alpenraum. Nicht nur die großen Verbände, sondern vor allem auch die kleinen Gruppen und Vereine, die sich vor Ort engagieren, lokal aktiv werden und mit Herzblut dabei sind, bilden den Schlüssel für eine Transformation unserer Gesellschaft. Gelebte Nachhaltigkeit im Alpenraum – das schafft jedoch keiner alleine. Gemeinsam sind wir stärker! Es ist Zeit, sich zu vernetzen und zusammen an einem Strang für einen nachhaltigeren bayerischen Alpenraum zu ziehen.

Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram, Twitter und Co. sind für die meisten Menschen längst Alltag. Die Vorteile scheinen unschlagbar: Man kann sich weltweit vernetzen, hat die Möglichkeit einfach und übersichtlich Informationen von verschiedenen Quellen an einem Ort zu sammeln, mit Freunden oder Fremden zu chatten oder sich in Gruppen zu organisieren. Allerdings bezahlen die Nutzerinnen und Nutzer dafür einen hohen Preis — sie übergeben ihre eigenen, persönlichen Daten und ihre gesamte Autonomie in die Hände dieser Konzerne. Dass diese die personenbezogenen Daten nicht nur zu Werbezwecken nutzen ist spätestens seit der Cambridge-Analytica-Affäre[1] bekannt. Gerade Menschen, die sich für eine bessere Zukunft einsetzen, sollten sich immer wieder bewusst machen, welches Gefahrenpotential in dieser Machtkonzentration steckt.

Onlineplattform knotenpunkt alpen

Das neue, von CIPRA Deutschland und dem Programmiererkollektiv „hacc“ (Hackers against Climate Change) ins Leben gerufene soziale Netzwerk der Nachhaltigkeit versucht dabei, die Vorteile solcher Netzwerke auf OpenSource-Basis nutzbar zu machen, ohne dabei in die Abhängigkeit großer Konzerne zu geraten. Die neue Plattform hat einiges zu bieten: Nutzerinnen und Nutzer können in ihrem Profil und in einem Newsfeed aktuelles über ihre Projekte, Ideen und Veranstaltungen posten. Diese Posts werden wiederum mit sogenannten "Hashtags", wie beispielsweise #Biodiversität, #Alpenkonvention oder einem anderen, zum jeweiligen Projekt passenden Hashtag, versehen. Mit der Verschlagwortung durch Hashtags fällt die Suche nach interessanten Themen spielend leicht; auf diese Art und Weise können sich die Nutzerinnen und Nutzer über das Kommentieren der jeweiligen Posts und in privaten oder Gruppenchats über spezifische Themen austauschen, dazulernen und ihr Wissen teilen.

Gemeinsam Zukunft gestalten

Die aktuelle Situation in der Corona-Krise verdeutlicht, wie wichtig solche Online-Plattformen sind, um die Vernetzung von Akteurinnen und Akteuren aufrecht zu erhalten und resilient zu machen. In diesem Sinne möchten wir als CIPRA Deutschland mit „knotenpunkt alpen“ dazu beitragen, den Akteurinnen und Akteuren, die sich für nachhaltige Entwicklung im bayerischen Alpenraum einsetzen, eine Plattform zum Austausch, zur Vernetzung, und zur Inspiration zu bieten, um gemeinsam neue Wege zu gehen. Zurzeit arbeiten wir mit Hochdruck und viel Begeisterung an den letzten Schliffen und freuen uns, die „knotenpunkt alpen“ Onlineplattform in den nächsten Monaten mit möglichst vielen Beteiligten aus dem vorhergegangenen Projekt, aber auch mit neuen Akteurinnen und Akteuren zu starten.

 



[1] https://www.sueddeutsche.de/digital/cambridge-analytica-wie-eine-firma-die-daten-von-millionen-facebook-nutzern-missbrauchte-1.3910421