CIPRA Schweiz mit neuem Präsidium

Am 11. Juni 2026 fand in Bern die Delegiertenversammlung von CIPRA Schweiz statt. Die Delegierten genehmigten den Jahresbericht und die Jahresrechnung 2025 und wählten ein neues Präsidium sowie einen teilweise erneuerten Vorstand. An der Versammlung nahm auch Uwe Roth teil, der die Anwesenden mit einem Grusswort von CIPRA International begrüsste und über aktuelle Entwicklungen auf internationaler Ebene informierte. Im Anschluss diskutierten am CIPRA Forum Vertreterinnen und Vertreter aus Umweltorganisationen, Wissenschaft, Verwaltung, Destinationen und Tourismuswirtschaft über die Zukunft des alpinen Tourismus.

2025: Neues Personal und Konsolidierung

Das Jahr 2025 war für CIPRA Schweiz ein Übergangsjahr. Im April übernahm Manuel Herrmann die Geschäftsleitung. Im Zentrum standen die Konsolidierung der Geschäftsstelle, der Ausbau der Beziehungen zu den Mitgliedsorganisationen sowie die Vernetzung mit wichtigen Partnerinnen und Partnern aus Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft.

Zu den wichtigsten Schwerpunkten gehörten die Organisation des Internationalen Tags der Berge vom 11. Dezember im Alpinen Museum der Schweiz in Bern, die Weiterentwicklung der traditionellen «Feuer in den Alpen» zur neuen Initiative «Alpen in Bewegung» sowie der erfolgreiche Abschluss des Projekts «Via Alpina Youth». Die Delegierten genehmigten den Jahresbericht 2025 und die Jahresrechnung einstimmig.

2026: Präsidiumswechsel von der Kanton Freiburg nach Graubünden

Nach zehn Jahren als Präsident von CIPRA Schweiz gab Patrik Schönenberger sein Amt ab. Während seiner Amtszeit begleitete er die Organisation durch verschiedene Entwicklungsphasen und Strategieprozesse, arbeitete mit einer Geschäftsleiterin und zwei Geschäftsleitern zusammen und übernahm in einer Übergangsphase selbst interimistisch die operative Leitung. Ausserdem vertrat Patrik Schönenberger die Schweizer CIPRA über viele Jahre im alpenweiten CIPRA-Netzwerk. Die Delegiertenversammlung dankte ihm herzlich für sein langjähriges, grosses und ehrenamtliches Engagement zugunsten des Alpenschutzes und von CIPRA Schweiz.

Zu seinem Nachfolger wählten die Delegierten einstimmig Kaspar Schuler. Er leitete von Mitte 2018 bis Ende 2025 die Geschäfte von CIPRA International in Liechtenstein und verfügt über langjährige Erfahrung in der internationalen Umweltpolitik. Heute präsidiert er Umwelt Graubünden, die Dachorganisation der Bündner Umweltorganisationen, und engagiert sich in verschiedenen Formen für eine nachhaltige Entwicklung des Alpenraums. Mit Kaspar Schuler übernimmt eine Persönlichkeit das Präsidium, die das alpine Netzwerk von CIPRA seit vielen Jahren mitprägt.

Verstärkter Vorstand

Zudem bestätigten die Delegierten Karina Liechti von der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, Maren Kern von Mountain Wilderness Schweiz und Salome Steiner von Aqua Viva im Vorstand. Neu in den Vorstand gewählt wurde Katrin Dorfschmid, Geschäftsleiterin von Pro Alps.

Der Vorstand vereint damit Kompetenzen in den Bereichen Landschafts- und Gewässerschutz, nachhaltige Mobilität und Alpenpolitik. Diese breite Abstützung stärkt die Rolle von CIPRA Schweiz als Dachverband von insgesamt 10 Alpenschutzorganisationen in der Schweiz.

Blick nach vorne

Für das Jahr 2026 setzt CIPRA Schweiz ihre Schwerpunkte bei der politischen Grundlagenarbeit, der Vernetzung ihrer Mitgliedsorganisationen sowie bei Projekten wie «Alpen in Bewegung» am 29. August, dem Tag der Berge und der Vorbereitung der internationalen CIPRA-Jahreskonferenz 2026 in Bozen. Ein wichtiger Meilenstein war bereits das unmittelbar nach der Delegiertenversammlung durchgeführte CIPRA Forum 2026 zum Thema «Wie viel Tourismus ist genug?». Dort diskutierten 46 Fachpersonen aus Umweltorganisationen, Wissenschaft, Verwaltung, Destinationen und Beratung über Wege zu einem zukunftstauglichen Bergtourismus. Die Ergebnisse werden am Schweizer Landschaftskongress im Herbst in Davos präsentiert.