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Schweiz: 139 Kandidaten für Smaragd-Gebiete

Der WWF Schweiz hat in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Vogelschutz 139 potenzielle schweizer Smaragd-Gebiete ermittelt. Mit Smaragd, dem Pendant zum EU-Programm "Natura 2000", soll ein Netzwerk von Schutzgebieten von europaweiter Bedeutung geschaffen werden, mit dem Ziel, bedrohte Tiere, Pflanzen und Lebensräume zu erhalten.
In der neuen deutschsprachigen Broschüre "Smaragd - Das Netzwerk für europaweit gefährdete Tiere, Pflanzen und Lebensräume in der Schweiz" beschreibt der WWF die Ziele des Netzwerks sowie einige der betroffenen Arten und Lebensräume. Für Arten wie den Alpenbock oder den Alpen-Mannstreu trägt die Schweiz demnach eine besondere Verantwortung. Lebensraum-Typen wie Lärchen-Arvenwälder, Trockenrasen und Felsensteppen sollen gezielt geschützt werden. Die vom WWF identifizierten möglichen Smaragd-Gebiete umfassen rund 16 Prozent der Landesfläche der Schweiz. Bund und Kantone werden zum Handeln aufgefordert.
Das Netzwerk Smaragd sollte eigentlich längst in Aufbau begriffen sein, geht es doch auf die 25 Jahre alte Berner Konvention über die Erhaltung des Naturerbes in Europa zurück. Bis heute hat die Schweiz jedoch noch kein einziges Gebiet beim Sekretariat der Konvention in Strassburg gemeldet.
Quelle und Infos: www.wwf.ch/smaragd (de /fr/it)