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Natura 2000: Österreichs Fledermäuse unzureichend geschützt

In einer Pressekonferenz hat der österreichische Umweltdachverband am 1. Juli aufgezeigt, dass für den Schutz bedrohter Fledermäuse in der alpinen Region nicht ausreichend Natura 2000-Gebiete an die EU gemeldet wurden. Nach Aussage des Umweltdachverbands verstossen die österreichischen Bundesländer damit gegen die Vorgaben der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU.
Der Umweltdachverband hat eine Karte präsentiert, auf der sieben "Hotspots" für den Fledermausschutz verteilt über ganz Österreich ersichtlich sind. In Höhlen im Mittelsteirischen Karst überwintern beispielsweise jeweils ein Drittel des österreichischen Gesamtbestands der stark gefährdeten Grossen und Kleinen Hufeisennasen. Da die Steiermark nicht auf die Anträge zur Nachnominierung reagiert habe, hat der Umweltdachverband nun eine erste exemplarische Klage gegen das Bundesland eingereicht. Die EU-Liste der Natura 2000-Gebiete in der Alpinen Region soll Ende dieses Jahres beschlossen werden.
Quelle und Info: 01.07.2003 www.umweltdachverband.at/service/presse (de)