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Umfassende Studie über Berggebiete Europas erschienen

Die Europäische Kommission hat kürzlich die Ergebnisse einer Studie über die wirtschaftliche und soziale Situation der Berggebiete Europas vorgelegt. In deren Rahmen wurden die Berggebiete 29 europäischer Länder, u.a. der EU-Mitgliedstaaten, der 10 neuen Mitgliedstaaten und der Schweiz, eingehend analysiert.
Gemäss der Studie sind die Gegebenheiten in den verschiedenen Berggebieten sehr unterschiedlich, auch wenn sie mit vielen ähnlichen Schwierigkeiten konfrontiert sind, die auf geringe Bevölkerungsdichte, Unzugänglichkeit und relativ hohe Kosten der Infrastruktureinrichtungen zurückzuführen sind. Die Union könne zum besseren Zusammenhalt dieser Gebiete beitragen, indem sie diesen Schwierigkeiten durch zielgerichtete Strategien begegne.
Nach den der Studie zugrunde gelegten Kriterien werden ca. 40% der Gesamtfläche der untersuchten Länder als Berggebiete eingestuft, auf der fast 20% der Gesamtbevölkerung leben. Ca. 60% der Gesamtbevölkerung lebt in oder in der Nähe von Berggebieten. In den meisten untersuchten Berggebieten ist die Entvölkerung grösser als in Tieflandregionen. Demgegenüber sind weite Teile der Alpen von Bevölkerungszuwachs gekennzeichnet. Die Studie stellt fest, dass die Wirtschaft in den europäischen Berggebieten äusserst vielfältig ist. Obwohl Land- und Forstwirtschaft oft für die Wirtschaft und die kulturelle Identität als lebenswichtig betrachtet werden, ist die Beschäftigungsrate vor allem im Dienstleistungssektor im Allgemeinen höher.
Die Studie gibt auch einen Überblick über die zahlreichen politischen Initiativen wie z.B. sektorale Politiken, Strategien zur Entwicklungsförderung und eine Vielzahl transnationaler Politiken und Instrumente wie die Alpen- und Karpatenkonvention. In vielen Berggebieten bieten die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien neue Entwicklungsmöglichkeiten, und die Koordination und der Erfahrungsaustausch zwischen Regionen und Ländern können von grossem Nutzen sein.
Quelle und Gesamttext der 200seitigen englischsprachigen Studie: http://europa.eu.int/rapid/start/cgi/guesten.ksh?p (de)
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