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Publikation

Nachhaltige Energieversorgung mit Passivhäusern

Nachhaltige Energieversorgung mit Passivhäusern
Erscheinungsjahr2012
Autor(en)Rainer Vallentin und Benjamin Krick
HerausgeberPassivhaus Institut
Internet: http://www.passiv.de
Sprachede
Preis€ 29.80
Bezughttp://www.passiv.de/de/05_service/01
Wie können wir uns nachhaltig mit Energie versorgen und welchen Beitrag leisten Passivhäuser in einer nachhaltigen Energieversorgung der Zukunft? Das sind die Kernfragen, die im vorliegenden Protokollband 46. des Arbeitskreises kostengünstige Passivhäuser thematisiert werden.
Nachhaltig genutzt wird ein System dann, wenn es permanent, d.h. auch von nachfolgenden Generationen, in dieser Weise genutzt werden kann. Übertragen auf die Energieversorgung von Passivhäusern bedeutet dies, dass die Energieträger, die für die Versorgung benötigt werden, so aus der bereitstellenden Quelle entnommen werden müssen, dass diese Quelle auch langfristig nicht geschädigt wird oder versiegt.
Mit dem Passivhaus ist bekanntermaßen möglich, den Heizwärmeverbrauch von Gebäuden um den Faktor 10 in Bezug auf das Mittel des deutschen Gebäudebestandes zu reduzieren. Das ist der entscheinde Schritt , denn bei diesem geringen Energiebedarf reichen die hiesigen regenerativen Primärenergiequellen überall in Europa aus, um eine Versorgung zu ermöglichen. Impliziert dieser hohe Effizienzgrad automatisch die Nachhaltigkeit von Passivhäusern?
Rainer Vallentin und Benjamin Krick zeigen in ihren Beiträgen, dass für eine
nachhaltige Entwicklung zur Energieeffizienz auf Passivhausniveau auch ein auf
erneuerbarer Energie aufbauendes Energiesystem gehört, das sich von der heutigen
Energiebereitstellung grundlegend unterscheidet. Da erneuerbare Energie mit
geringer Dichte flächig verteilt gewonnen werden muss, wird auch die Energieversorgung dezentralisiert - muss jedoch zum Ausgleich von Schwankungen
überregional verbunden werden. Zu den verfügbaren Energiequellen gehören sicher
auch geeignet orientierte Dächer von Gebäuden (Photovoltaik). Dieser Prozess der
Energiewende wird durch das Passivhaus stark vereinfacht: Insgesamt geringere
Energiebedarfswerte senken die Rauminsanspruchnahme und insbesondere die
starke Reduktion des Energiebedarfs im Passivhaus im Winter bringt Entspannung
beim (sonst nur sehr teuer lösbaren) Speicherproblem.