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Publikation

Alpine Vielfalt erhalten

Alpine Vielfalt erhalten
Erscheinungsjahr2012
HerausgeberEuroNatur
Geschäftsstelle Radolfzell
Internet: www.euronatur.org
ErscheinungsortRadolfszell
Sprachede
Bezughttp://www.euronatur.org/fileadmin/docs
Seiten72
DokumentartZeitschrift, Broschüre
Felsen, Geröllfelder, Seen, Moore, Bachläufe, Bergwälder sowie artenreiche Wiesen und Weiden – die landschaftliche Vielfalt der Alpen macht sie zu einem Hotspot der Biodiversität in Europa und zu einem wichtigen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Auch für den Tourismus ist dieser Naturraum von großer Bedeutung.
Die extensive landwirtschaftliche Nutzung von Almen, Streuwiesen und Magerrasen leistet einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der großen Artenvielfalt in den Alpen. Diese Form der Bewirtschaftung ist jedoch sehr arbeitsintensiv und wirft häufig nur geringe Erträge ab. So geben immer mehr Landwirte die Bewirtschaftung ihrer Flächen auf und die wertvollen Offenlebensräume wachsen nach und nach zu. Die verbleibenden Betriebe konzentrieren sich zunehmend auf die Flächen in den zugänglicheren Lagen und bewirtschaften diese zum Teil unter hohem Einsatz von Maschinen und Düngemitteln.
Die derzeitige Ausrichtung der EU-Agrarpolitik begünstigt diesen Strukturwandel wesentlich. Diese fördert seit Jahren eine auf Hochleistung getrimmte Landwirtschaft, die möglichst viele und möglichst billige Nahrungsmittel produzieren soll. Eine Chance, dies zu ändern, bietet die anstehende Agrarreform.
Im Herbst 2011 startete EuroNatur die von der Mava-Stiftung geförderte Initiative „Allianz für Landwirtschaft und Naturschutz in den Alpen“. Darin haben sich rund 20 Bauern- und Naturschutzverbände zusammengeschlossen, um für eine Erhaltung der Berglandwirtschaft einzutreten. Gemeinsam schalten sich die Organisationen in die Diskussion über die EU-Agrarpolitik nach dem Jahr 2013 ein und versuchen, diese in ihrem Sinn zu beeinflussen. Als Grundlage dafür hat EuroNatur in Zusammenarbeit mit den Partnern der Allianz ein Positionspapier erarbeitet. Darin analysieren und bewerten die Verbände den von der EU-Kommission vorgelegten Gesetzestext und zeigen konkrete Verbesserungsvorschläge auf.
Änderungsvorschläge zu den von der EU-Kommission am 12.10.2011 vorgelegten
Gesetzesentwürfen zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für den Zeitraum 2014 – 2020