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Zeichen für den Klimaschutz aus dem Allgäu

Am 17.02.2020 startete das Bündnis klimaneutrales Allgäu 2030 mit einer Auftaktveranstaltung in Kempten/D. Die Ziele sind hochgesteckt: bis 2030 sollen die CO2-Emissionen der Bündnispartner*innen im Allgäu bis zur Klimaneutralität verringert werden. Das Energie- und Umweltzentrum Allgäu organisiert dieses Bündnis. Möglichst viele Unternehmen, Kommunen und Institutionen sollen sich daran beteiligen und somit ihren Teil zu einem klimaneutralen Allgäu beitragen.

Das Energie- und Umweltzentrum Allgäu organisiert und koordiniert das Vorhaben und will den Bündnispartner*innen die Möglichkeit für wirkungsvolle Maßnahmen dieses Klimaschutzprojekts liefern. Unterstützung erfährt das Projekt auch aus einem Bundesministerium. So war bei der Auftaktveranstaltung Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller vor Ort, der die bundesweite Allianz für Entwicklung und Klima ins Leben gerufen hat. 

Was müssen die Bündnispartner*innen (Unternehmen, Kommunen und Institutionen) leisten?

Die Bündnispartner*innen verpflichten sich mit der Teilnahme an diesem Projekt schrittweise bis spätestens zum Jahr 2030 klimaneutral zu werden. Im Jahr 2020 müssen die Bündnispartner*innen daher 10% der Emissionen einsparen oder kompensieren, im Jahr 2021 20% usw., bis schlussendlich im Jahr 2029 100% der Emissionen eingespart oder kompensiert werden. Dazu stehen den Unternehmen, Kommunen und Institutionen gleich mehrere Möglichkeiten offen. Primäres Ziel ist es natürlich, den eigenen CO2-Fußabdruck schnellstmöglich zu reduzieren, und somit CO2-neutral zu werden. Erreicht werden sollen diese Ziele mit dem Umstieg auf erneuerbare Energien und mit einer effizienteren Energiewirtschaft. Alternativ steht die Möglichkeit offen, die Emissionen anderweitig zu kompensieren, etwa über verschiedene Klimaschutzprojekte. Kritiker*innen haben beim Thema Kompensationleistungen die Befürchtung, dass sich die Bündnispartner*innen einfach freikaufen könnten, ohne selbst wirklich CO2 einzusparen. Befürworter*innen hingegen sehen in solchem Projektförderungen vielmehr die Chance, neben der CO2-Einsparung, auch soziale und wirtschaftliche Entwicklungen anzustoßen. Darüber hinaus seien auch Kompensationsleistungen für regionale Projekte vereinbart.

Mit diesem Projekt kann die Region Allgäu zum Vorreiter in Sachen Klimaschutz werden und anderen Regionen im Bayrischen Alpenraum ein Vorbild sein. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Projekt entwickeln wird. Jedoch ist der erste Schritt in die richtige Richtung gemacht. CIPRA Deutschland verfolgt die künftigen Entwicklungen im Allgäu mit besonderer Aufmerksamkeit.