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Arge Alp nimmt Stellung zu Alpenkonvention, Verkehr und Berglandwirtschaft

Die Regierungschefs der Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer Arge Alp (Baden-Württemberg, Bayern/D; Vorarlberg, Tirol, Salzburg/A; Südtirol, Trento, Lombardei/I; St. Gallen, Graubünden, Tessin/CH) haben anlässlich ihrer Konferenz vom 27. Juni politische Resolutionen zu den Themen Umsetzung der Alpenkonvention, Nachhaltigkeit in der europäischen Verkehrspolitik, Auswirkungen der EU-Agrarreform auf die Berglandwirtschaft und zur Regierungskonferenz 2004 beschlossen.
In Bezug auf die Alpenkonvention fordern die Regierungschefs, dass alle ausstehenden Ratifizierungen möglichst rasch erfolgen. Bei der Umsetzung der Konvention sei es wichtig, die ansässige Bevölkerung einzubeziehen. Die EU müsse sich aktiver als bisher am Alpenprozess beteiligen, vor allem in den Bereichen Verkehr, Agrar- und Regionalpolitik. Es sei zu prüfen, ob für die Themen "Bevölkerung und Kultur" sowie "Wasser" eigene Protokolle auszuarbeiten sind.
Zum Thema Verkehr fordern die Regierungschefs, dass in der Verkehrspolitik die Wegekosten im Güterverkehr zu harmonisieren und die externen Kosten zu berücksichtigen sind. Querfinanzierungen alternativer Verkehrslösungen innerhalb der sensiblen Zone Alpen müssen möglich sein. Zur Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene müsse die Effizienz verbessert und die Bahnliberalisierung vorangetrieben werden.
In den Grundprinzipien befürworten die Regierungschefs die Ergebnisse der EU-Agrarreform. Darüber hinaus sei sicherzustellen, dass die Spielräume und Möglichkeiten für die Berggebiete und die Berglandwirtschaft bestmöglich genutzt werden, sodass die nachhaltige Bewirtschaftung durch Familienbetriebe weiterhin gewährleistet ist. Dazu geben die Regierungschefs sieben konkrete Empfehlungen.
Text der Resolutionen und weitere Infos: www.argealp.org/index.shtml (de/it)