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Wissen verbreiten, Menschen vernetzen

"Zukunft in den Alpen" geht in die Umsetzungsphase. Die Wissenssammlung im CIPRA-Projekt "Zukunft in den Alpen" ist abgeschlossen. Gleichzeitig ist die Anwendung des Alpenwissens in Gemeinden und Unternehmen sowie in Form von Veranstaltungen bereits gestartet.
Red. Der Wissensfundus, den circa 40 Expertinnen und Experten aus allen Alpenländern in der ersten mehrmonatigen Projektphase alpKnowhow zusammengetragen und bearbeitet haben, ist jetzt auf www.cipra.org/zukunft online. Zu jedem der Themen Regionale Wertschöpfung, Soziale Handlungsfähigkeit, Schutzgebiete, Freizeit-, Tourismus- und Pendlerverkehr, Neue Formen der Entscheidungsfindung sowie Politiken und Instrumente gibt es in englischer Sprache einen Arbeitsbericht, Best-Practice-Beispiele und Publikationen. Ein Synthesebericht stellt die Schlussfolgerungen, Empfehlungen und Hauptaussagen aus den sechs Themen zusammen und zieht eine Bilanz.
Die nächste Ausgabe des CIPRA Infos wird die Erkenntnisse, Beispiele und Empfehlungen aus der alpKnowhow-Phase von "Zukunft in den Alpen" vorstellen.

Expertinnen und Experten vernetzen sich
Die alpKnowhow-Projektphase hat aber nicht nur die Ergebnisse hervorgebracht, die auf der Website angesehen und herunter geladen werden können, sondern hat auch dazu beigetragen, dass neue Kontakte zwischen den ExpertInnen entstanden sind. Persönliche Netzwerke wurden erweitert und Grundsteine gelegt für langfristige Kooperationen. Die Bearbeitung der Themen von "Zukunft in den Alpen" in kleinen, von der CIPRA zusammengestellten internationalen Teams hat die Überwindung einiger Hürden erfordert. Die ExpertInnen haben sprachliche und kulturelle Barrieren überwunden, Arbeitsmethoden abgestimmt und Wege zur effizienten Organisation der Teamarbeit gefunden.

Wissenstransfer in Workshops und Exkursionen
Das Projektteam konzentriert sich jetzt im Projektteil alpService auf die Umsetzung und Vermittlung des gesammelten Wissens. Ein zentrales Element dieser Projektphase von 2006 bis 2007 werden Workshops sein. Zielgruppe der Workshops sind AkteurInnen aus den Bereichen Regionalmanagement, Planung, NGOs, Regierungs- und anderen Organisationen. Sie sollen vom in alpKnowhow gewonnenen Wissen profitieren. Die Workshops werden in Zusammenarbeit mit Institutionen in Grenzregionen durchgeführt und sind so angelegt, dass sie in andere Regionen übertragen und wiederholt werden können. Sie werden einen theoretischen Einführungsteil, einen praxisbezogenen Exkursionsteil und einen interaktiven Vertiefungsteil zum Start einer langfristigen Diskussion über die jeweilige Thematik beinhalten. Zu jedem Workshop und zu den Exkursionsteilen werden detaillierte Unterlagen in den Alpensprachen zur Verfügung gestellt.
Ein weiteres Schlüsselprodukt von alpService wird der dritte Alpenreport sein, der auf den Rechercheergebnissen aus alpKnowhow aufbaut. Zur Verbreitung der Resultate aus alpKnowhow wird auch eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit beitragen. Andere Informationsinstrumente sind der neue Projektfolder, Poster zu den sechs Themen und die Projektwebsite.

Umsetzung des Alpenwissens in Gemeinden und Unternehmen
Bereits in der ersten Projekthälfte sind aus "Zukunft in den Alpen" zwei grosse internationalen Projekte entstanden: DYNALP2 (siehe Artikel im letzten CIPRA Info) und NENA . Sie gehören zum Projektteil alpPerformance, bei dem die Erkenntnisse aus "Zukunft in den Alpen" von den Akteurinnen und Akteuren in den Regionen umgesetzt werden.
Im INTERREG IIIB-Projekt NENA (Network Enterprise Alps) haben sich die CIPRA und neun weitere Partner aus allen Alpenländern zum Ziel gesetzt, ein alpenweites Netzwerk von kleinen und mittleren Unternehmen aufzubauen und damit nachhaltigkeitsorientierte Wirtschaftsbetriebe zu fördern.
Für die CIPRA ist das NENA-Projekt der Beginn einer verstärkten Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Die CIPRA wird ihre Kompetenzen im Bereich internationale Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit in NENA einbringen. Das NENA-Projekt wurde Ende Februar mit einem Budget von 2.38 Millionen Euro vom Interreg IIIB-Programm der Europäischen Union genehmigt und wird bis Februar 2008 laufen.
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