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CIPRA-Italien: Vertrauen in die Zukunft der Alpen

CIPRA-Italien wurde 1992 in Turin gegründet und konnte im Laufe der Jahre immer Organisationen als Mitglieder gewinnen, die sich mit engagiertesten für den Schutz der Umwelt und der Bergwelt einsetzen. Mitte der Neunziger Jahre konnte ein Sekretariat mit einem Vollzeit-Geschäftsführer eingerichtet und so die enge Zusammenarbeit mit den internationalen CIPRA-Projekten gewährleistet werden. CIPRA-Italien versteht sich als Arbeitsplattform für Fragen der Nachhaltigkeit und der nachhaltigen Entwicklung in den Alpen; hierzu werden Treffen und Begegnungsmöglichkeiten für die Vertreter der Mitgliedsorganisationen und auch der Fachleute aus dem gesamten italienischen Alpenraum geschaffen.
Kompetente Information über die Alpenkonvention
CIPRA-Italien beteiligt sich an Diskussionen zur Nachhaltigkeit und zur Entwicklung in den Tälern und Städten des Alpenraums. Alljährlich beteiligt sich CIPRA-Italien an Dutzenden von Veranstaltungen, um so einen beständigen Dialog mit den örtlichen Verwaltungsbehörden und der Bevölkerung aufrecht zu erhalten. Die Verzögerungen bei der Ratifizierung und Umsetzung der Protokolle der Alpenkonvention sind für die Schaffung einer Identität als "Bürger der Alpen" extrem hinderlich - vielerorts wird Misstrauen geweckt und die Angst geschürt, die Alpenkonvention schaffe vor allem neue Einschränkungen für die lokale Bevölkerung. Doch Fehlinformationen lassen sich leicht entkräften; so gelingt es, der Bevölkerung das Bild einer Alpenkonvention zu vermitteln, welche Zusammenarbeit, Innovation und Umweltqualität stärkt.

Eines der Hauptanliegen: der Verkehr
Die Alpen verlaufen über die gesamte Landgrenze Italiens, so dass der Güterverkehr notgedrungen die Alpen queren muss. Ein Teil der politischen Vertreter Italiens begründete den Widerstand gegen das Verkehrsprotokoll mit der strategischen Bedeutung der Alpenübergänge. CIPRA-Italien hat gemeinsam mit den NGOs der Schweiz versucht, neuen Schwung in die festgefahrene Diskussion zu bringen, weil eine weitere Zunahme des Verkehrs und der Umweltbelastung nicht mehr akzeptabel sind. So haben sie eine Kampagne zur Förderung des Schweizer Modells zur Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene eingeleitet. Dieser Vorschlag erfordert ein Umdenken der Finanzierungspolitik, um die Bahn in einen günstigen und zuverlässigen Verkehrsträger zu verwandeln. So wurde ein Stück Alpenkonvention gelebt: Austausches vorbildlicher Erfahrungen, um sich den Herausforderung der Nachhaltigkeitsdebatte im Alpenraum zu stellen.

Nachhaltigkeit - Aufgaben und Herausforderungen
Zu den Hauptaufgaben von CIPRA-Italien gehört die Bereitstellung von Daten und Informationen, um die Stellungnahmen der Mitgliedsorganisationen zu untermauern. Es handelt sich um ein vielfältiges Aufgabenfeld, das von den Forderungen zur Regelung von touristischen Flugverkehr über den Widerstand gegen übermässige Erweiterungen von Skigebieten bis hin zu Kampagnen gegen das Ausufern grosser Wintersportereignisse reicht.
CIPRA-Italien ist von der Bedeutung der Gemeinden als Hauptakteure bei der Erarbeitung nachhaltiger Entwicklungsperspektiven überzeugt und beteiligt sich deshalb mit grossem Engagement an der Umsetzung der Projekte des Gemeindenetzwerkes "Allianz in den Alpen".
Derzeit arbeitet CIPRA-Italien an einem Aktionsplan zur Umsetzung der Alpenkonvention, der den zuständigen Institutionen vorgelegt werden soll. Ausserdem soll eine Veranstaltung für ein breites Publikum organisiert werden, in dem die Bedeutung des Konvention als Ausgangspunkt für die "Neuen Alpen" vermittelt werden soll.

Mitglieder: Club Alpino Italiano (CAI), Dachverband für Natur- und Umweltschutz in Südtirol, Federazione Italiana Pro Natura, Gruppo Italiano Amici della Natura, Gruppo Ricerche Cultura Montana (GRCM), Istituto Nazionale di Urbanistica (INU), Italia Nostra, Lega Italiana Protezione Uccelli (LIPU), Legambiente, Mountain Wilderness, Pro Natura Torino, S.O.S. Dolomites, Valle d'Aosta Ambiente, WWF Italia, Federazione Italiana Parchi e Riserve Naturali, Parco Nazionale Dolomiti Bellunesi, Parco Orobie Valtellinesi, Parco Alpi Marittime, Parco Nazionale Val Grande, Servizio Glaciologico Lombardo, Laboratorio di Antropologia Culturale delle Alpi Marittime (LASA).

CIPRA-Italien, c/o Pro Natura, Via Pastrengo 13, I - 10128 Torino. Tel. +39-011-548626, Fax +39-011-503155, E -mail: cipra@arpnet.it