ReSkiLience
Veraltete und stillgelegte Skianlagen belasten zunehmend Natur und Landschaft in den Alpen. Das Interreg-Alpine-Space-Projekt ReSkiLience kartiert diese Anlagen und erforscht in Pilotregionen gemeinsam mit Bürger*innen nachhaltige Lösungen für Nachnutzung, Renaturierung und Rückbau. Die Ergebnisse fließen in politische Empfehlungen ein, damit die Lösungsansätze auch in anderen Regionen umgesetzt werden können.
Klimawandel und veränderte Tourismusstrukturen führen in den Alpen zu einer wachsenden Zahl veralteter Skianlagen (OBSI - obsolete ski infrastructure), wie stillgelegten Liften, Speicherbecken oder ungenutzten Gebäuden. Diese Standorte können Lebensräume zergliedern, Naturlandschaft beeinträchtigen und die Möglichkeiten für eine nachhaltige Landnutzung einschränken.
ReSkiLience unterstützt die Revitalisierung alpiner Landschaften, die von OBSI betroffen sind, indem es eine gemeinsame Strategie zur Identifizierung, Kartierung und Bewertung dieser Anlagen entwickelt. Der Ansatz basiert auf Citizen Science (Bürgerbeteiligte Forschung): Anwohner*innen, Interessengruppen und Behörden tragen aktiv zu Datenerhebung, Sensibilisierung und der gemeinsamen Entwicklung zukünftiger Lösungen bei.
Das Projekt erprobt nachhaltige Strategien zur Umnutzung, Renaturierung und zum Rückbau in Pilotregionen in den Alpen. Gleichzeitig werden praktische Leitlinien und politische Empfehlungen erarbeitet, um eine breitere Anwendung zu fördern. Durch die Kombination von wissenschaftlichen Erkenntnissen, bürgerschaftlichem Engagement und transnationaler Zusammenarbeit trägt ReSkiLience dazu bei, veraltete Skianlagen zu verwandeln: von Umweltbelastungen in Chancen für eine widerstandsfähigere alpine Zukunft.
Vollständiger Projektname
ReSkiLience – Partizipative Revitalisierung von alpinen Landschaften und Naturräumen, die durch stillgelegte Skianlagen beeinträchtigt sind
Projektziel
Alpenlandschaften mit stillgelegten Skianlagen gemeinsam revitalisieren
Arbeitspakete
- Partizipative Kartierung und Bewertung von veralteten Skianlagen und ihren Auswirkungen auf die Umwelt
- Entwicklung umweltfreundlicher Nachnutzung und/oder Lösungen für den Rückbau
- Politische Integration und Skalierung
Laufzeit
September 2026 - August 2029
Weitere Projektpartner
- EURAC Research (Lead Partner), Italien
- Universität Iuav Venedig, Italien
- Legambiente Lombardia, Italien
- Politecnico di Torino, Italien
- Regionales Landwirtschaftsinstitut Aostatal, Österreich
- Gemeindenetzwerk „Allianz in den Alpen“, Deutschland
- Entwicklungsagentur Oberkrain (RRA Zgornje Gorenjske), Slowenien
- Forschungszentrum der Slowenischen Akademie (ZRC SAZU), Slowenien
- Naturpark Ötscher-Tormäuer, Österreich
- Mountain Wilderness France, Frankreich
Projektsprachen
Englisch sowie die jeweiligen Landessprachen (Französisch, Italienisch, Slowenisch, Deutsch)
Kontakt
Ana Zirner, Projektleitung, ana.zirner@cipra.org
Mehr Informationen auf der Projektwebseite
Gesamtbudget
2.488.840,00 Euro
Förderung durch EFRE – Europäischer Fonds für regionale Entwicklung: 75% der Gesamtsumme
Finanzierung
Dieses Projekt wird durch mittel des Alpine Space Programme der EU Co-Finanziert.
