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Medienmitteilung

Nachhaltige Mobilität verbindet

Maya Mathias, CIPRA International, Landesrat Johannes Rauch, Vorarlberg, Regierungschef-Stellvertreter Daniel Risch, Regierungsrat Marc Mächler, Kanton St. Gallen. © IKR/Sven Beham

Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg: Liechtenstein, St. Gallen, Lindau und Vorarlberg setzten sich im PEMO-Projekt mit vereinten Kräften für mehr nachhaltige Pendlermobilität ein.

Für eine Verkehrsverlagerung vom Auto zu nachhaltigeren Verkehrsmitteln wie zum Beispiel Fahrrad oder Bus braucht es in unserer Region eine koordinierte Zusammenarbeit, die Landesgrenzen überwindet. Dieses Fazit zogen das Land Vorarlberg, der Landkreis Lindau, der Kanton St. Gallen und das Fürstentum Liechtenstein zum Abschluss des grenzüberschreitenden Projekts PEMO zum Thema nachhaltige Pendlermobilität. Gemeinsam haben sie mit CIPRA International und dem Energieinstitut Vorarlberg einen Werkzeugkoffer für betriebliches Mobilitätsmanagement entwickelt, Veranstaltungen in der Region durchgeführt, Motivations- und Sensibilisierungsarbeit geleistet sowie Dienstleistungsangebote für Firmen bereitgestellt.

Miteinander reden statt in Grenzen denken

Als attraktiver Arbeitsplatz ist Liechtenstein vom Verkehr besonders betroffen: Täglich pendeln über 21.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über die Grenzen, die meisten mit dem eigenen Auto. Für Regierungschef-Stellvertreter Daniel Risch hat sich die liechtensteinische Beteiligung gelohnt: «Ein Projekt wie PEMO hilft uns dabei, wichtige Schritte in Richtung freiwillige Verkehrsverlagerung umzusetzen.» Der Bedarf sei von Seiten der Betriebe und Gemeinden da, wie die hohe Teilnehmerzahl im Projekt mit den drei Pilotgemeinden Ruggell, Gamprin, Schaan und den 15 teilnehmenden Betrieben zeige.

Der Kanton St. Gallen hat die PEMO-Erkenntnisse zu Fuss- und Veloverkehr in die bestehenden Agglomerationsprogramme Rheintal und Werdenberg-Liechtenstein eingebunden. Regierungsrat Marc Mächler ist überzeugt: «Das Projekt hat uns sehr geholfen, neue Ideen und Konzepte für betriebliches Mobilitätsmanagement zu entdecken und in bestehende Programme wie z.B. clever mobil einfliessen zu lassen.» Statt innerhalb politischer Grenzen zu denken, müsse man miteinander reden, über die Pläne der Nachbarn Bescheid wissen und gemeinsam gute Initiativen umsetzen.

Zusammenarbeit hat Zukunft

Vorarlberg gilt als Vorreiter beim Thema nachhaltige Mobilität: So hat sich der ÖV-Anteil werktags von 2003 bis 2017 um 27 Prozent gesteigert, der Rad-Anteil um 14 Prozent. Landesrat Johannes Rauch schätzt besonders, dass das PEMO Projekt alle Akteurinnen und Akteure involviert, ihre Bedürfnisse und Sorgen ernst genommen werden und die Beteiligten gemeinsam Lösungen entwickeln. Vor allem in Hinblick auf die Zukunft möchte er diese Zusammenarbeit noch weiter stärken: «Vor allem die S-Bahn FLACH wäre aus meiner Sicht ein Projekt, das wir jetzt aufgleisen müssen.»

Mehr Zusammenarbeit in der Pendlermobilität für eine weiterhin gute Lebensqualität in der Region, dieses Fazit zogen die Beteiligten auch für die Zukunft. Zum Beispiel soll der 2016 gegründete Verein Agglomeration Rheintal ein Agglomerationsprogramm der 4. Generation ausarbeiten, welcher die erfolgreiche Zusammenarbeit weiterführt.

 

Rückfragen sind zu richten an:
René Kaufmann, Amt für Bau und Infrastruktur, Rene.Kaufmann@llv.li
Maya Mathias, Mitarbeiterin Kommunikation CIPRA International,
Tel. +423 237 53 03, 
international@cipra.org

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