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Medienmitteilung

Junge Stimmen für die Alpen

Fünf Jahre CIPRA Youth Council (CYC): Der CIPRA Jugendbeirat feiert sein Jubiläum mit einer Wanderung in den italienischen und slowenischen Alpen. © Ana Plavčak/ CIPRA International

Jugendbeteiligung einfordern, in der Alpenpolitik mitmischen, den ersten Jugend-Interrailpass für die Alpen starten: Der CIPRA Jugendbeirat feiert sein fünfjähriges Bestehen.

Klimafreundlich mit dem Zug reisen, die Alpen kennenlernen, Nachhaltigkeit leben statt predigen. 100 Jugendliche reisen diesen Sommer mit dem ersten Jugend-Interrailpass für die Alpen. Der CIPRA Jugendbeirat, Mitinitiant des Pilotprojekts «Youth Alpine Interrail», hat es möglich gemacht. Die Idee dazu ist vor drei Jahren entstanden, als die Mitglieder im Rahmen eines CIPRA-Projektes möglichst nachhaltig zur Expo reisten. Zu Fuss, mit dem Zug, Boot oder Fahrrad machten sie sich auf den Weg nach Mailand/I und stellten fest: Nachhaltig reisen ist möglich, aber die Tickets sind umständlich zu buchen und teuer. Die Idee für ein erschwingliches Alpenticket wurde geboren.  

Gemeinsam weiter gehen

Der CIPRA Jugendbeirat, das sind derzeit dreizehn junge Menschen zwischen 15 und 30 Jahren, die in verschiedenen Alpenländern leben. Seit 2013 setzen sie sich für mehr Nachhaltigkeit in den Alpen ein, beraten die internationale Alpenschutzkommission CIPRA und bringen ihre Perspektive in Alpenpolitik und Projekte ein. Im Jugendprojekt «whatsalp youth» zum Beispiel organisierten sie mehrere Etappen mit der Wandergruppe whatsalp, tauschten sich aus und starteten eigene Initiativen in ihren Heimatländern. Im Projekt «I-LivAlps» erarbeiteten sie gemeinsam mit ExpterInnen Prozess- und Fachwissen zu Themen wie Tourismus oder soziale Innovationen. Für Mitglied Julia Thüringer stärkt der Jugendbeirat vor allem das Selbstvertrauen und gibt Motivation: «Wenn sich auch andere Menschen für die Umwelt einsetzen: gibt es Kraft, durchzuhalten. Selbst wenn du manchmal das Gefühl hast, dass du die Dinge nicht ändern kannst», erklärt die 25-jährige Österreicherin.

Mehr Jugendbeteiligung in den Alpen

Durchhaltevermögen braucht es vor allem in der Alpenpolitik. Jugendliche werden nach wie vor zu wenig in politische Entscheidungen eingebunden. CIPRA Jugendbeirätin Mirjam Kreisel hat oft das Gefühl, dass Jugendliche von PolitikerInnen nicht ernst genommen werden: «Meiner Meinung nach ist die Jugend oft nur für das ‘Marketing‘ zuständig.» Doch es gibt auch Fortschritte: 2017 lud die Europäische Strategie für den Alpenraum (Eusalp) Jugendliche erstmals zu ihrem Jahresforum ein. In der Eusalp- Aktionsgruppe 4 Mobilität ist der CIPRA Jugendbeirat seit diesem Jahr beratendes Mitglied, kann Stellung nehmen und eigene Projekte vorstellen. «Es ist interessant zu sehen, wie solche Institutionen funktionieren, eine gute Möglichkeit um Kontakte zu knüpfen und eigene Projekte bekannt zu machen», erzählt Jugendbeirätin Magdalena Christandl aus Südtirol. Welchen Einfluss ihre Stimme wirklich habe, müsse sich erst noch zeigen.

Damit die Idee des Alpentickets nicht auf dem politischen Abstellgleis endete, setzten sich die Jugendglichen beharrlich dafür ein. Sie nutzten die Alpenwoche 2016 in Grassau/D als Plattform, um EntscheidungsträgerInnen und die Alpenkonvention von ihrer Idee zu überzeugen. Diesen Sommer feiert der CIPRA Jugendbeirat Jubiläum und hat sich mit der Realisierung des Jugend-Interrailpass selbst das grösste Geschenk gemacht. Katharina Conradin, Präsidentin von CIPRA International, gratuliert: «Das fünfjährige Bestehen des CIPRA-Jugendbeirates ist Grund zur Freude: Es zeigt, dass Jugendbeteiligung gelingen kann und ganz konkrete Resultate hervorbringen kann. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten!»

Mehr Informationen über den CIPRA Jugendbeirat: www.cipra.org/de/cyc

Der Jugend-Interrailpass für die Alpen: www.yoalin.org

Rückfragen sind zu richten an:

Maya Mathias, Mitarbeiterin Kommunikation CIPRA International
+423 237 53 03, maya.mathias@cipra.org

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