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Medienmitteilung

Gemeinden testen nachhaltige Mobilität

Betriebe und Gemeinden sind der Schlüssel für nachhaltiges Pendeln: Im PEMO-Projekt zeigt Liechtenstein gemeinsam mit den Gemeinden Ruggell, Gamprin und Schaan, wie mit einem Werkzeugkoffer für betriebliches Mobilitätsmanagement der Umstieg auf nachhaltige Verkehrsmittel gelingen kann.

Auf vielen Strassen im Alpenrheintal reiht sich jeden Morgen und jeden Abend ein Auto an das andere. Eine träge Blechlawine aus Pendelnden wälzt sich zur Arbeit. Obwohl geeignete Verbindungen mit dem öffentlichen Verkehr oder Fahrradwege vorhanden sind, fehlen oft das nötige Bewusstsein und Werkzeuge, wie die beteiligten Akteure nachhaltige Mobilität umsetzen können. Im PEMO-Projekt haben die Gemeinden Ruggell, Gamprin und Schaan in Zusammenarbeit mit dem Land Liechtenstein, CIPRA International und lokalen Betrieben Massnahmen für nachhaltige Mobilität entwickelt und getestet.

An Gewohnheiten und Infrastruktur schrauben

Damit Pendlerinnen und Pendler ihr Mobilitätsverhalten überdenken oder ändern, spielen neben der nötigen Infrastruktur auch Faktoren wie Gewohnheit, Status oder Kosten eine Rolle. Betriebe und Gemeinden können Alternativen zum Auto aufzeigen und gezielt Anreize setzen. Im PEMO Projekt haben die Projektpartner einen Werkzeugkoffer für betriebliches Mobilitätsmanagement entwickelt, der 28 Mobilitätsmassnahmen kurz und knackig präsentiert. Die Förderung von Fahrgemeinschaften, Ladeinfrastruktur für E-Bikes oder Schnuppertickets für den ÖV sind beispielhaft einige Massnahmen. René Kaufmann vom Amt für Bau und Infrastruktur und Mobilitätsmanager des Landes Liechtenstein erklärt: „Mit dem Werkzeugkoffer hat das Land Liechtenstein eine konkrete Dienstleistung für Betriebe geschaffen wie sie Massnahmen im betrieblichem Mobilitätsmanagement umsetzen können.“

Nachhaltige Mobilität erlebbar machen

Damit die Massnahmen auch bei den Mitarbeitenden ankommen, braucht es begleitende Sensibilisierungs- und Motivationsarbeit. So haben viele Betriebe im Rahmen von PEMO mehrtägige Informations- und Testveranstaltungen zu Fahrgemeinschaften, E-Bikes und öffentlichem Verkehr veranstaltet, oder Wettbewerbe organisiert. Ab heute findet zudem die erste Alpenrheintaler-Pendlerwoche statt, die auch Synergien mit der europäischen Mobilitätswoche nutzt. In allen Gemeinden und Betrieben, die beim PEMO-Projekt beteiligt sind, finden Aktionen für Pendlerinnen und Pendler statt. Helmut Hasler von der Franz Hasler AG dazu: „Wir verteilen heute an unsere Mitarbeitenden kleine Schokoladen mit einem lustigen Spruch drauf, um für das Thema zu sensibilisieren. Die Unterstützung für solche Aktionen aus dem PEMO-Projekt ist für uns entscheidend, da es uns Hilfe bietet und Ressourcen spart.“

Rückfragen sind zu richten an:

René Kaufmann, Amt für Bau und Infrastruktur, Rene.Kaufmann@llv.li

Jakob Dietachmair, Projektleiter CIPRA International, Tel. +423 237 53 53; international@cipra.org

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