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Bau und Betrieb eines Biomasse-Heizwerkes - Immenstadt

Durch den Betrieb einer Hackschnitzelfeuerungsanlage werden ein Hallenbad, ein Schul- und Sportzentrum, ein Kindergarten, eine Grundschule, ein Krankenhaus und 3 Wohnblöcke mit Wärme versorgt. Schwachholz aus dem Stadtwald und dem bäuerlichen Privatwald kann zu wirtschaftlich angemessenen Bedingungen eingesetzt werden.

Zielsetzung

Ersatz der fossilen Brennstoffe durch nachwachsende Rohstoffe aus dem Stadtwald und bäuerlichen Privatwald. Dadurch sinnvolle Verwertung des Schwachholzes und wirtschaftliche und ökologische Vorteile für die Region. Reduktion des Kohlendioxid-Ausstoßes.

Durchführung

Im September 1996 wurde das Biomasse-Heizkraftwerk in Immenstadt in Betrieb genommen. Der installierte Kessel hat eine Leistung von 1200 KW und wird ausschließlich mit naturbelassenen Holzhackschnitzeln befeuert. Der Kesselanlage ist eine Rauchgaskondensationsanlage nachgeschaltet. Das Heizmaterial (Hackschnitzel, Baumschnitt sowie Sägewerksrestholz) wird von der Forstbetriebsgemeinschaft Oberallgäu e.V. geliefert - diese besteht aus ca. 2.000 Waldbesitzern mit ca. 16.000 ha Wald, die sich zu einer GmbH zusammengeschlossen haben. Hinzu kommt Heizmaterial aus ca. 1.000 ha kommunalen Waldbesitz. Einige Landwirte haben die Häcksler-Gemeinschaft Immenstadt/Stein gegründet, die den Mitgliedern der Forstbetriebsgemeinschaft mit einem Mobilhacker zur Verfügung steht. Der Mobilhacker kann bestellt werden, um Holz aller Art vor Ort zu Hackschnitzeln zu verarbeiten. 1998 wurden mit dieser Anlage ein Hallenbad, ein Schul- und Sportzentrum mit Gymnasium und Realschule, ein Kindergarten, eine Grundschule, ein Krankenhaus und 3 Wohnblöcke über ein Nahwärmenetz mit Wärme versorgt.

Wirkung

Mit Hilfe des Biomasseheizwerkes wurden 1998 476.000 l Heizöl durch 7.248 Schüttraummeter (Srm) Holzhackschnitzel ersetzt. Die erzeugte Wärmeleistung betrug dabei 4.400 MWh. Für die Brennstoffbeschaffung sind im Jahr 1998 ca. 190.000,-- DM in der Region verblieben und nicht ins Ausland geflossen. Die Kohlendioxid-Emissionen konnte um ca. 1.500 t/Jahr reduziert werden. Die Anlage hat bei der Bevölkerung großen Zuspruch gefunden.

Standort

Immenstadt im Allgäu

Beteiligte

Kostenträger und Betreiber dieser Anlage sind die Stadtwerke Immenstadt.

Finanzierung

Kostenträger der Anlage ist die Stadt Immenstadt. Die Investitionskosten betrugen insgesamt ca. 2,6 Mio DM. Da die Anlage einen Modellcharakter besitzt, erhielt die Stadt einen Zuschuss von 50 % vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (davon jeweils 50 % vom Freistaat Bayern und von der Europäischen Union).

Projektkosten

13'300'000.00 Euro

Ansprechperson

Stadtverwaltung Immenstadt
Werner Mayer
Kirchplatz 7
87509 Immenstadt / DE
Telefonnummer: +49 8323 914163
Telefax: +49 8323 914189
Email: w.mayer@immenstadt.de
Internet: http://www.immenstadt.de