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Sattelberg (AT-IT)

(c) Haneburger, wikimedia.org

Aus für den grössten Windpark der Alpen

Das beliebte Wandergebiet Sattelberg liegt zwischen Österreich und Südtirol auf dem Brenner. Hier hätte der höchstgelegene Windpark der Alpen entstehen sollen. 19 Windräder auf über 2'000 Metern Höhe sollten Strom für Südtiroler Haushalte produzieren.

Die Südtiroler Landesregierung hatte das Projekt 2011 bewilligt, trotz breiter Ablehnung: Das Gutachten des Umweltbeirates war negativ, ebenso wie die Stellungnahme der Tiroler Landesregierung. Der Bau und Betrieb von 19 Windkrafträdern inmitten einer Vogelzugroute von europäischer Bedeutung hätte erhebliche Folgen für die alpine Landschaft und die vielen Zugvögel. Dank des Einspruchs mehrerer Umweltverbände und alpiner Vereine hob das Verwaltungsgericht in Bozen die Genehmigung der Südtiroler Landesregierung für den Windpark auf. Die Betreibergesellschaft legte daraufhin Berufung beim Staatsrat ein. Dieser antwortete mit einer Rüge. Der Staatsrat kritisierte insbesondere, dass sich die Südtiroler Landesregierung über das negative Gutachten des Beirats für Umweltverträglichkeits- prüfungen hinweggesetzt habe. Zudem seien die Stellungnahmen von öffentlichen und privaten, italienischen und österreichischen Organisationen und Behörden nicht ausreichend berücksichtigt worden. Mit dem Urteil wird auch unterstrichen, dass die Landschaft in der Verfassung zu den Umweltschutzgütern zählt. 2017 entschied schließlich auch das Höchstgericht in Rom gegen den Bau des umstrittenen Windparks.

Ebenfalls abgelehnt wurde ein grosses Windpark-Projekt im Piemont/I. Am Monte Mindino hätten zwölf Räder mit einem Rotordurchmesser von 108 Metern aufgestellt werden sollen, was etwa der Höhe eines 50-stöckigen Hauses entsprechen würde.

Aus für gigantischen Windpark Brenner, www.cipra.org/de/news/gewinn-fuer-landschaftsschutz, Naturschutzvereine begrüßen Aus für Windpark am Brenner

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