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Greina-Ebene (CH)

(c) Patric Peng

Geschichtsträchtige Hochebene

Die Greina-Ebene ist ein Alpenübergang zwischen den Kantonen Graubünden und Tessin. Sie besticht durch ihre unberührte Naturlandschaft, beherbergt Moose, grüne Bergwiesen, Flüsse und eine grosse Vielfalt an verschiedenen Pflanzenarten. Das Idyll ist hart erkämpft.

In den 1980er Jahren wurde bekannt, dass hier eine Staumauer und ein Wasserkraftwerk gebaut werden sollen. Der Baubeginn war für 1991 geplant. Menschen aus der Umgebung, NaturschützerInnen und andere UnterstützerInnen der Greina-Ebene formierten sich zum Gegenangriff und gründeten die «Schweizerische Greina-Stiftung». Sie schafften es nicht nur, dass die Greina-Ebene unter Schutz gestellt und Mauer sowie Kraftwerk nicht gebaut wurden. Darüber hinaus konnten sie bewirken, dass die Gemeinden Vrin und Sumvitg jährliche Ersatzzahlungen vom Bund erhalten, um die entfallenen Einnahmen durch das Wasserkraftwerk auszugleichen.

Diese Ausgleichszahlungen, auch «Landschaftsrappen» genannt, sind seit 1995 gesetzlich verankert. Vielerorts in der Schweiz erhalten heute finanzschwache Gemeinden diese Form der finanziellen Unterstützung, weil sie zugunsten der Natur auf die Einnahmen durch Wasserkraft verzichten. Die Schweizerische Greina-Stiftung ist auch heute noch aktiv und schützt die Greina-Ebene sowie andere alpine Natur- und Flusslandschaften.

www.greina-stiftung.chwww.srf.ch/news/regional/graubuenden/greina-stiftung-feiert-30-jahre-kampfVerordnung über die Abgeltung von Einbussen bei der Wasserkraftnutzung

Interaktive Alpenkarte

Weitere gerettete Landschaften finden Sie auf unserer interaktiven Alpenkarte:
Gerettete Landschaften

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