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Facts4Tourism

07.04.2021
Im April ist das zweijährige Projekt „Facts4Tourism“ der CIPRA Deutschland zur Vermittlung tourismusrelevanter Forschungsergebnisse im deutschen Alpenraum gestartet: In drei Regionen sollen als relevant wahrgenommene touristische Entwicklungen und deren Umweltauswirkungen diskutiert, auf dem aktuellen Stand der diesbezüglichen Forschung aufbereitet und entsprechende Handlungsempfehlungen gegeben werden. Ein Dossier soll allen Interessensvertretenden den Stand der Wissenschaft in Sachen Tourismus zugänglich machen und so zu konstruktiven Lösungen beitragen.

Das Projekt Facts4Tourism wird von der Alpenschutzkommission CIPRA Deutschland in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie und Tourismusforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) durchgeführt. Es beabsichtigt, in insgesamt fünf Arbeitsschritten wissenschaftliche Erkenntnisse mit Relevanz für den Tourismus in den Alpen zu vermitteln. Diese Arbeitsschritte bauen – wo möglich – auf bereits bestehende Erkenntnisse der Alpenkonvention auf. Die Zielgruppe des Projekts sind Menschen im Alpenraum, die den Tourismus auf unterschiedlichste Weise beeinflussen bzw. von diesem beeinflusst werden. Das Projekt wird außerdem von einem Projektbeirat begleitet.

Ablauf des Projekts

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Im ersten Arbeitsschritt werden drei Destinationen mit unterschiedlichen Tourismusschwerpunkten ausgewählt. Workshops in jeder der Destination sollen die vor Ort als relevant wahrgenommen Entwicklungen des Tourismus und vor allem deren Umweltauswirkungen erheben und eine Diskussion mit regionalen Stakeholdern und Akteur*innen aus verschiedensten Bereichen ermöglichen. In Schritt zwei wird auf den Ergebnissen der Workshops aufbauend ein Dossier ausgearbeitet. Dieses faktenbasierte Dokument soll zu einer konstruktiven Lösung der zum Teil sehr kontrovers geführten Diskussionen um die soziale und vor allem ökologische Tragfähigkeit der Regionen beitragen. Dazu werden die bestehenden wissenschaftlichen Erkenntnisse vor dem Hintergrund der lokalen Erfahrungen der Alpenbewohner*innen allgemeinverständlich aufbereitet. Die Ergebnisse werden unter Berücksichtigung von Aspekten der Resilienz beleuchtet, um so auch weiteren aktuellen Themen wie der Corona-, Klima- oder Biodiversitätskrise gerecht zu werden. Außerdem soll eine Prognose der touristischen Entwicklung des deutschen Alpenraums und entsprechende Handlungsempfehlungen gemacht werden.

Im dritten Schritt haben die ausgewählten Destinationen in einer zweiten Workshoprunde die Möglichkeit, ihr Feedback zum vorläufigen Dossier zu geben und Anpassungen zu erwirken. Das Dossier wird danach abschließend bearbeitet. In Schritt vier findet die Ergebniskommunikation statt, das Dossier soll veröffentlicht, die Ergebnisse auf einer Abschlussveranstaltung präsentiert und anschließend im deutschen Alpenraum gestreut werden. Der fünfte Arbeitsschritt schließt nicht chronologisch an, sondern findet parallel zu den anderen Arbeitsschritten statt: In zwei Veranstaltungen soll ein Austausch mit einer außeralpinen, ebenfalls touristisch geprägten Region stattfinden, der einen gegenseitigen Lerneffekt ermöglicht.

Förderhinweis

Dieses Projekt wird gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.

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