Benutzerspezifische Werkzeuge

  Suchfilter  

Medienmitteilung

Makroregion Alpen: Wir sind bereit!

Seit fünf Wochen ist die makroregionale Strategie für die Alpen beschlossene Sache. Für die Zivilgesellschaft herrscht aber weiterhin Unklarheit: Staaten und Regionen debattieren noch immer, ob deren VertreterInnen in der Steuerungsgruppe zur aktiven Mitgestaltung eingeladen werden und verschieben jetzt die Debatte erneut. NGOs und Netzwerke sind bereit, am „Haus für den Alpenraum“ mitzubauen, wenn ihnen Zutritt zur Baustelle gewährt wird.

Acht NGOs und Netzwerke in den Alpen haben eine Vision: Sie sehen die Makroregion als Haus, in dem der Alpenraum eine tragende Stütze ist. Das Haus bietet seinen BewohnerInnen eine gute Lebensqualität und fügt sich gleichzeitig respektvoll in die Natur ein. Die ökologischen Materialien, aus denen es gefertigt ist, kommen aus der Region. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann man es leicht erreichen und es gibt Platz für Fussgänger und Radfahrer. Ein Energieproblem hat das Haus nicht, denn seine BewohnerInnen wissen, dass sie mit Energie effizient umgehen müssen. Gerne sind diese acht NGOs und Netzwerke – CIPRA International, ISCAR, «Allianz in den Alpen», CAA, «Alpenstadt des Jahres», WWF, proMONT-BLANC und IUCN – als Vertreter der Zivilgesellschaft bereit, dieses Haus gemeinsam mit den Alpenländern, den Regionen, der EU und der Alpenkonvention zu gestalten und einzurichten.


Um Antwort wird gebeten

Die NGOs und Netzwerke haben ihre Vorstellungen für ein solches Haus für den Alpenraum – die Makroregion Alpen – zu Papier gebracht und auf den Verhandlungstisch gelegt. Noch immer, seit der Grundsatzentscheidung in Brüssel am 19. Dezember 2013 zur Ausarbeitung einer makroregionalen Strategie, warten sie auf die Antwort der Verantwortlichen, ob sie zur Mitgestaltung eingeladen werden.
Beim Hausbau braucht es viele PlanerInnen – Ingenieure, Architektinnen, Handwerker. Es wäre jedoch nicht ratsam, die BewohnerInnen erst bei der der Hausübergabe miteinzubeziehen. Sollte ihnen das Haus nicht gefallen, werden sie versuchen, es umzubauen, zu renovieren oder gar abzureissen. Wenn sie sich aber wohl fühlen, werden sie das Haus mit Leben füllen. Das freut auch die Ingenieure, Architektinnen und Handwerker. NGOs und Netzwerke als  Vertreter der Zivilgesellschaft sind Vermittler für die makroregionale Strategie. Sie tragen die Netzwerkerfahrung aus den Alpen nach Europa. Dafür aber müssen sie an der Ausarbeitung einer europäischen Strategie für den Alpenraum direkt beteiligt werden. Die Zivilgesellschaft muss die Makroregion von Anfang an aktiv mitgestalten und nicht erst eingezogen werden, wenn deren Grundgerüst schon steht. u.A.w.g.

> PDF des gemeinsamen Positionspapier der acht Organisationen


Rückfragen richten Sie bitte an:
Internationale Alpenschutzkommission CIPRA, Claire Simon, Tel. +423 273 53 53
Int. Wissenschaftliches Komitee Alpenforschung ISCAR, Thomas Scheurer, Tel. +41 79 228 81 52
Gemeindenetzwerk «Allianz in den Alpen», Marc Nitschke, Tel. +49 171 93 82 167
Club Arc Alpin CAA, Veronika Schulz, Tel. +49 89 21 12 24
Verein Alpenstadt des Jahres, Thierry Billet, Tel. +33 4 50 33 88 88
World Wide Fund for Nature WWF, Sergio Savoia, Tel. +41 91 820 60 81
proMONT-BLANC, Barbara Ehringhaus, Tel. +41 22 776 5722 
International Union for Conservation of Nature IUCN, Wolfgang Burhenne, Tel. +49 228 269 22 12

Archiv

Medienmitteilungen von 2009 und früher sind im Archiv zu finden.