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Veranstaltung

Datum 10.08.2019 20:00 - 11.08.2019 09:00
Ort Alpenweit
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Feuer in den Alpen

Mit den Höhenfeuern wird seit 1988 alljährlich ein Zeichen für die Erhaltung des Erbes des Alpenraums sowie gegen die Zerstörung des sensiblen Ökosystems Alpen gesetzt. Der Nutzungsdruck auf unsere Gewässer ist gross. Viele Bäche und Flüsse sind durch Wasserkraftwerke verbaut und damit beeinträchtigt. Verschieden Umweltorganisationen setzen sich für die Umsetzung des Gewässerschutzgesetzes und damit für lebendigere Gewässer ein. CIPRA Schweiz stellt die Feuer in den Alpen 2019 daher unter das Motto: «Für lebendige Gewässer».

Die Umsetzung der Energiestrategie 2050 fordert die Umweltorganisationen stark. Immer wieder werden Stimmen laut, die von den Gewässern «ihren Beitrag» an eine AKW-freie Zukunft verlangen. Aber: 95 Prozent des Wasserkraftpotenzials in der Schweiz ist bereits genutzt. Gewässer sind in der Folge die am stärksten bedrohten und beeinträchtigten Lebensräume der Schweiz mit dem grössten Rückgang der Biodiversität. Doch es ist unnötig:

Wollen wir die Atomenergie kompensieren, müssen wir rund 20 TWh/Jahr einsparen oder durch erneuerbare Energien ersetzen. Wir haben bereits auf bestehenden Dach- und Fassadenflächen ein Potenzial für Photovoltaikanlagen, welches den zu kompensierenden Produktionsrückgang durch den Wegfall der AKWs um ein Vielfaches übersteigt. Die letzten 5% verbleibenden mehr oder wenige intakten Ökosysteme an Flüssen und Bächen dürfen nicht zerstört werden!

Und: Die gesetzlich vorgeschriebene ökologische Sanierung bestehender Wasserkraftanlagen muss fristgerecht umgesetzt und die Restwasserbestimmungen müssen nach über 25 Jahren endlich durchgesetzt werden ­ denn unsere Gewässer haben bereits riesige Opfer für die Stromproduktion erbracht.

Zum Beispiel: Widerstand an der Trift ­ Gebirgsschönheit erhalten

Der Grimselverein und Aqua Viva wehren sich mit einer Einsprache gegen das geplante Kraftwerk Trift im Berner Oberland. Die einzigartige Landschaft unterhalb des Triftgletschers würde durch den Bau unwiederbringlich zerstört ­ für eine schweizweit mickrige Steigerung der Energieproduktion von lediglich 0.2%. Für die beiden Organisationen ist klar: In diesem Fall ist das nationale Interesse, diese einmalige Hochgebirgslandschaft zu schützen, höher zu gewichten als die Energieproduktion.

Feuer in den Alpen verzeichnet erfahrungsgemäss eine gute Beachtung durch die Medien. Dieses Jahr wird CIPRA Schweiz am 7. August mit einer Medienmitteilung zu den Feuern in den Alpen 2019 zum Thema «Für lebendige Gewässer» kommunizieren. Diese Medienmitteilung lässt sich mit den regionalen Presseaussendungen von euch VeranstalterInnen kombinieren, weil der Druck auf die Gebirgsgewässer im gesamten Alpenraum gross ist. Zudem habt ihr wie immer eure eigenen Themen...

Wichtig: Meldet so bald als möglich online eure Feuer an!

Infos zu und Anmeldung der Feuer direkt unter www.feuerindenalpen.com

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