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Veranstaltung

Datum 26.05.2019 00:00 - 10.11.2019 00:00
Ort Ruggell/LI
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Begrenztes Land

Eine Ausstellung zur räumlichen Verfassung Liechtensteins

Ausstellungseröffnung
So, 26. Mai 2019, 13.00 Uhr

Im Rahmen der feierlichen Eröffnung des Liechtenstein-Weges

Begrüssung: Maria Kaiser-Eberle, Vorsteherin der Gemeinde Ruggell
Zur Ausstellung: Johannes Inama, Leiter Küefer-Martis-Huus
 

In Ruggell findet anlässlich der Eröffnung des Liechtenstein-Weges ein grosses Dorffest am Festplatz beim Vereinshaus statt, an dem gemeinsam der runde Geburtstag Liechtensteins mit allen Nachbarn gefeiert wird.

  • Am Nachmittag steht die Kulturgütersammlung der Gemeinde allen interessierten Besucherinnen und Besuchern offen.
  • Ab 13.30 Uhr werden Margit und Mirjam von der Bibliothek der Primarschule Ruggell im Küefer-Martis-Huus Geschichten vorlesen.
  • Und ab 16 Uhr spielen die Tuarbastäher Musikanten im Küefer-Martis-Huus auf.

 

Boden, Landschaft, Siedlungsraum 

Zur Ausstellung:

Die Besucherinnen und Besucher betreten unsicheren Boden.

Grenzen verschwimmen, werden übertreten und Fragen tauchen auf:

Wie nehmen wir heute unsere Landschaft wahr?

Wie wollen wir in Zukunft mit unserem Lebensraum umgehen? 

Gerade anhand von Liechtenstein wird deutlich, wie stark sich die Grenzen unserer Lebensräume und damit die räumliche Wahrnehmung unserer Welt gewandelt haben. Aktuelle globale Entwicklungen machen nicht vor Landesgrenzen halt. 

Anlässlich des 300-jährigen Jubiläums beleuchtet die Ausstellung besonders zwei Aspekte: Erstens den Bedeutungswandel, den Grenzen, Boden und Siedlungsraum im Lauf der Jahrhunderte vollzogen haben und zweitens die aktuellen grenzübergreifenden Herausforderungen, vor denen besonders kleine Staaten stehen, wenn sie ihre räumliche Entwicklung planen und organisieren wollen. 

Eine exakte Grenze zwischen zwei Ländern ist heute für uns so selbstverständlich wie die Existenz der Länder selbst. Und doch haben auch Grenzen ihre Geschichte. Exakte Grenzlinien wurden erst allmählich in einem langwährenden Prozess sich entwickelnder Staatlichkeit geformt und mussten sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder neu bewähren. 

Heute steht die gesamte Rheintalregion vor Herausforderungen, die mehr denn je nach grenzüberschreitenden Lösungen verlangen: Wirtschaftswachstum, demografische Entwicklungen, verändertes Mobilitätsverhalten und Klimawandel verlangen nach neuen Strategien im Umgang mit dem verfügbaren Boden. Unsere Natur- und Kulturlandschaft droht ohne gemeinsame Visionen und Rahmenpläne unter der fortschreitenden Bebauung, dem wachsenden Verkehrsstrom und der damit verbundenen zunehmenden Zerstörung von Landschaftsraum zu verschwinden. 

Die drängenden Fragen, welche bauliche Dichte unsere Siedlungsgebiete vertragen, welche verkehrspolitischen Maßnahmen gesetzt werden sollen oder wie die wenigen verbliebenen Rückzugsgebiete für die Natur bewahrt werden können, führen daher zu hitzigen Diskussionen. Lassen sich Kriterien für diese Dichte benennen? Können attraktive Lösungen für den öffentlichen Verkehr gefunden werden? Und wie können wir angenehme Lebensräume für ein harmonisches Zusammenleben schaffen?

Wenn es um langfristige räumliche Entwicklungen geht, bedarf es einer Auseinandersetzung mit zahlreichen Interessens- und Nutzungskonflikten. 

Ein reichhaltiges Begleitprogramm beleuchtet einige Detailaspekte dieser aktuellen Diskussion.

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