Publikation
Landschaftsveränderung in der Wahrnehmung und Bewertung der Bevölkerung
Erscheinungsjahr | 2006 |
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Autor(en) | Patricia Felber Rufer |
Herausgeber | Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL Internet: http://www.wsl.ch |
ISBN/ISSN | 30-905621-30-4 |
Seitenanzahl | 168 |
Sprache | de |
Preis | CHF 24.- |
Bezug | http://www.giub.unibe.ch/sg/arbeiten/zsfassung |
Seiten | 168 |
Dokumentart | Dissertation |
Die Landschaft ist in der Mensch-Umwelt-Forschung spätestens seit Carls Sauers
„Morphology of Landscape“ (1925) eine zentrale Studieneinheit. Auch am Berner Geogra-phischen Institut war und ist Landschaftsforschung seither ein Thema. Seit der Kulturellen Wende in den 1980er Jahren flossen sozialwissenschaftliche Theorien in die Landschafts-forschung ein. Cosgrove und Daniels (1988) bezogen die soziokulturellen und politischen Prozesse, welche die Landschaft prägen, mit ein und schufen damit eine neue Interpreta-tionskomponente. Die Landschaft wird als „eine Art zu sehen“ (Cosgrove 1998) und nicht mehr als Bild oder Objekt definiert. Das heisst, dass die Art und Weise, wie jeder oder jede die Landschaft sieht, ideologisch ist. Diese politischen Aspekte und die Fragen, wie Mitbestimmung die Landschaft determiniert, besitzen im aktuellen Landschaftsdiskurs einen zentralen Stellenwert (Mitchell 2002, Mitchell 2003, Olwig 2003). Ein weiterer be-deutender Theoriestrang ist die von Tuan (1974) begründete Landschaftswahrnehmung in bezug auf die menschlichen Einflussfaktoren wie die Kultur und das Alter. Wissen, Erfah-rung und Erinnerung sind weitere Aspekte, die für die Reproduktion eines kognitiven Bil-des der realen Welt bedeutsam sind (Knox und Marston 2001). Um Fragen nach der Be-urteilung von Landschaftsveränderung und -wahrnehmung beantworten zu können, müs-sen wir herausfinden, welche Entwicklungsphasen wahrgenommen werden und wovon die Beurteilung der abgelaufenen Veränderungen abhängt.
„Morphology of Landscape“ (1925) eine zentrale Studieneinheit. Auch am Berner Geogra-phischen Institut war und ist Landschaftsforschung seither ein Thema. Seit der Kulturellen Wende in den 1980er Jahren flossen sozialwissenschaftliche Theorien in die Landschafts-forschung ein. Cosgrove und Daniels (1988) bezogen die soziokulturellen und politischen Prozesse, welche die Landschaft prägen, mit ein und schufen damit eine neue Interpreta-tionskomponente. Die Landschaft wird als „eine Art zu sehen“ (Cosgrove 1998) und nicht mehr als Bild oder Objekt definiert. Das heisst, dass die Art und Weise, wie jeder oder jede die Landschaft sieht, ideologisch ist. Diese politischen Aspekte und die Fragen, wie Mitbestimmung die Landschaft determiniert, besitzen im aktuellen Landschaftsdiskurs einen zentralen Stellenwert (Mitchell 2002, Mitchell 2003, Olwig 2003). Ein weiterer be-deutender Theoriestrang ist die von Tuan (1974) begründete Landschaftswahrnehmung in bezug auf die menschlichen Einflussfaktoren wie die Kultur und das Alter. Wissen, Erfah-rung und Erinnerung sind weitere Aspekte, die für die Reproduktion eines kognitiven Bil-des der realen Welt bedeutsam sind (Knox und Marston 2001). Um Fragen nach der Be-urteilung von Landschaftsveränderung und -wahrnehmung beantworten zu können, müs-sen wir herausfinden, welche Entwicklungsphasen wahrgenommen werden und wovon die Beurteilung der abgelaufenen Veränderungen abhängt.