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Kreatives Netzwerken im Projekt Knotenpunkt Alpen

„Netzwerke zu Nutzwerken machen" oder „vom Predigen ins Handeln kommen“. Dies waren klare Botschaften aus der Netzwerkkonferenz des Projekts "Knotenpunkt Alpen" am 10.03.2020 auf der Praterinsel in München. In diesem Projekt wurden über 350 Organisationen und Menschen identifiziert, die sich für eine nachhaltige Entwicklung im bayerischen Alpenraum einsetzen. Insgesamt 150 dieser Akteur*innen wurden dann bei sieben thematischen Veranstaltungen zusammengebracht. Die in diesen Veranstaltungen gelegten Fäden wurden in der Netzwerkkonferenz mit 40 Teilnehmer*innen zusammengeführt und miteinander „verknotet“.

Die Praterinsel bietet mit dem Alpinen Museum einen ganz besonderen Ort im Herzen von München. Genau die richtige Atmosphäre also für die Abschlussveranstaltung eines ganz besonderen Projekts. Dr. Peter Eggensberger aus dem bayerischen Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz verglich es in seinem Grußwort mit einem Marathon, auf dessen Weg diese Netzwerkkonferenz eine Versorgungsstation darstellt. Er drückte dabei seine Bewunderung für das Erreichte aus und sicherte CIPRA Deutschland ein offenes Ohr beim weiteren Vorgehen zu. 

Das Projekt "Knotenpunkt Alpen" strebt an, Akteur*innen zu vernetzen, die sich für eine nachhaltige Entwicklung im bayerischen Alpenraum einsetzen. Die Netzwerkkonferenz fasst dieses Bestreben nun noch einmal zusammen und versuchte die Akteur*innen zu motivieren, dranzubleiben, sich zu vernetzen und bereits entstandene Kontakte aufrechtzuerhalten. Inspiration erhielten die Teilnehmenden in der Keynote eines exzellenten Netzwerkers: Daniel Überall, Gründer und Vorstandsmitglied des Kartoffelkombinats eG und der Initiative AnstiftungEr zeigt aus seiner langen Erfahrung in verschiedensten Netzwerken (z.B. intereuropean human aid associationMünchen muss handelnKlimaherbst) wie Vernetzungsarbeit gelingen, in produktives Handeln umgesetzt und damit aus einem Netzwerk ein „Nutzwerk“ werden kann.

Ein solches Nutzwerk in den Alpen wünschen sich auch viele der über 350 Organisationen und Akteur*innen, die sich für eine nachhaltige Entwicklung im bayerischen Alpenraum einsetzen. Dies ergab die Akteur*innenanalyse des Knotenpunkt-Projekts. Viele dieser engagierten Menschen fanden auch den Weg zur Veranstaltung, die nicht umsonst den Namen "Netzwerkkonferenz" tragen sollte. Vor, nach und während der Veranstaltung gab es viel Raum, um miteinander ins Gespräch zu kommen, Kontakte auszutauschen und vielleicht erste Gemeinsamkeiten ins Auge zu fassen. Diese Räume wurden auch rege genutzt. Als Anregung verorteten sich die Teilnehmenden auf einer Alpenkarte und legten ihr mitgebrachtes Infomaterial aus. So konnte man auf einen Blick erfassen, wer aus der eigenen Region da war, was der oder die so macht und schließlich, über einen entsprechenden Sticker am Namensschild, wer genau das eigentlich ist.

Inhaltlich wurden in der Netzwerkkonferenz die erfolgreichsten Themen der vergangenen Knotenpunkt-Veranstaltungen aufgegriffen und in drei Workshops vertieft. Konkret sollten die Teilnehmenden mit den Themen Green Finance (Vivien Führ und Sonja Wilhelm von agado, unterstützt von Stefan Marzelli von ifuplan), Nachhaltigkeitskommunikation (Falko Müller) sowie Gemeinwohl-Ökonomie (Alexander Rossner und Michael Vongerichten) Antworten finden auf die Fragen: Welche alternativen Finanzierungsinstrumente gibt es für grüne Projekte? Wie kommuniziere ich meine Themen rund um Nachhaltigkeit richtig? Wie kann ich eine Idee zu einer alternativen Wirtschaftsweise bereits jetzt leben und für mich nutzbar machen? In den Workshops näherten sich die Anwesenden mit ganz unterschiedlichen Herangehensweisen den Antworten auf diese Fragen. Die Workshopleiter*innen und die diskussionsfreudigen Teilnehmer*innen sorgten für regen Austausch und gute Stimmung in den Arbeitsgruppen.

Die Netzwerkkonferenz war ein großer Erfolg. Sie konnte dabei nicht nur in thematischer Hinsicht die vorangegangenen sieben Veranstaltungen anhand der Workshops und Vorträge aufgreifen, sondern auch eine wichtige Plattform zur weiteren Vernetzung liefern. Es bleibt abzuwarten, wie viele Akteur*innen sich gemeinsam auf den Weg machen, um eine bessere Zukunft zu gestalten. Das Projekt "Knotenpunkt Alpen" hat den Weg bereitet und den Rahmen geschaffen, aus einem Nebeneinander ein Miteinander zu machen.

Diese Veranstaltung wurde gefördert durch das Umweltbundesamt und Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. 

Die Veranstaltung wurde unter Berücksichtigung der zu diesem Zeitpunkt aktuellen regionalen Lage hinsichtlich der Ausbreitung des Corona-Virus und basierend auf den Empfehlungen für Veranstaltungen des Robert-Koch-Instituts bewusst und mit entsprechenden risikomindernden Maßnahmen durchgeführt.