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Nachhaltigen Tourismus vernetzen

Nachhaltiger Tourismus: Nur ein breites Netzwerk von Kümmerern kann die vielfältigen Anforderungen erfüllen. © CIPRA International

Auf Anregung von CIPRA International haben Fachpersonen aus allen Alpenländern ein Jobprofil zur Vernetzung nachhaltiger Tourismusansätze erarbeitet.

Biohotels, Bergsteigerdörfer, Alpine Pearls, AlpFoodway und dergleichen: So vielfältig wie die Organisationen und Ansätze für nachhaltigen Tourismus in den Alpen ist auch das Anforderungsprofil für Personen, die diese Ansätze miteinander vernetzen könnten. Die CIPRA organisierte deshalb im November 2018 in Innsbruck/A einen Workshop mit Fachleuten. Expertinnen und Experten aus den Alpenländern haben das im Innsbrucker Workshop erstellte Profil ergänzt. Neben klassischen Erfahrungen in der Tourismuswirtschaft und -politik zählen Expertise in Fragen nachhaltiger Mobilität, Landwirtschaft, Energie und Klimawandel zu dessen zentralen Punkten. Die Kenntnis bestehender Ökolabels und -Zertifikate im Tourismus ist ein weiteres von insgesamt 16 Kriterien im Anforderungsprofil an «Caretaker» für nachhaltigen Tourismus im Alpenraum. «Die Stakeholder, um die es geht, brauchen wirklich ein Gesicht, einen Kopf, eine Ansprechpartnerin», erklärt Christian Baumgartner, Tourismusexperte und Vizepräsident von CIPRA International. Das Ergebnis ist als Arbeitsprogramm und Anregung für diejenigen zu sehen, die TourismusmanagerInnen einstellen wollen, welche sich für mehr touristische Nachhaltigkeit einsetzen sollen. Darüber hinaus stellt sich die Frage nach der Finanzierung und ob diese Personen bei Organisationen, NGOs oder in lokalen Tourismusverbänden angebunden sein könnten. Die CIPRA verbreitet das Stellenprofil nun alpenweit in Kooperation mit Partnerorganisationen wie der Alpenkonvention – mit dem Ziel, dass Institutionen und Behörden es aufgreifen.

 

Quellen und weitere Informationen: www.cipra.org/de/caretaker-tourismus