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Mit gutem Gewissen in die Ferien

Das Bergsteigerdorf Ramsau/D gilt als gutes Beispiel für nachhaltigen Tourismus. (c) Fritz Rasp

Vom ersten Bergsteigerdorf Deutschlands übers italienische «Albergo Diffuso» bis hin zum Coworking Space in einer Schweizer Ferienregion: Drei inspirierende Beispiele, die zeigen, wie umweltfreundlicher und sozial verträglicher Urlaub in den Alpen aussehen kann.

«Wir sind Olympiasieger in erfolglosen Olympiabewerbungen», sagt der Ramsauer Tourismusdirektor Fritz Rasp und lacht. Nach mehreren vergeblichen Olympiabewerbungen mit unterschiedlichen Partnern habe er sich dazu entschlossen, keinen sportlichen Grossevents mehr hinterherzulaufen. 2015 erhielt Ramsau/D das Bergsteigerdorf-Siegel. «Das ist nicht nur ein touristisches Label für uns. Wir wollen unsere Gemeindepolitik nach der Bergsteigerdorf-Philosophie ausrichten.» Die Ramsauerinnen und Ramsauer siedelten alte Nutztierrassen wie das Alpine Steinschaf oder das Schwarze Alpenschwein wieder an, ein Hotel bezieht sein gesamtes Lammfleisch von lokalen Bauern und Veranstaltungen wie das «Alpine Philosophicum» von Jens Badura laden zum kritischen Nachdenken ein.

Verstreute Zimmer, zufriedene Gäste

Nahe der historischen Stadt Tolmezzo/I steht ein Stall. Noch vor wenigen Jahren war sein Putz brüchig und das Dach schief. Über Jahrzehnte hinweg hatte niemand Verwendung für ihn. Heute gehen hier Menschen aus der ganzen Welt ein und aus. In geschmackvoller Kombination der alten Bausubstanz mit moderner Architektur ist der Stall renoviert und zu einer Ferienunterkunft umfunktioniert worden. Die Hotelmanagerin Daniela kümmert sich für «Albergo diffuso Tolmezzo» um den ehemaligen Stall und 13 weitere Gebäude in der Umgebung, die als Unterkünfte vermietet werden: «Wir sind kein normales Hotel, wo alle Zimmer und das Service auf ein Haus konzentriert sind, sondern über ganz Tolmezzo verstreut.» Wer hier zu Gast sei, lerne nicht nur Tolmezzo, sondern auch seine Menschen und Traditionen kennen.

Coworking belebt die Zwischensaison

Wie ein Alpental neue Strategien für nachhaltigen Tourismus entwickeln kann, zeigt auch das Unterengadin in der Schweiz. In alpinen Mountain Coworking Spaces wie im Dorf Ftan oder dem geplanten Begegnungszentrum InnHub in der Ortschaft LaPunt, das 2022 eröffnet werden soll, können Gäste gemeinsam Ideen schmieden. BesucherInnen nutzen die Räume vermehrt auch in den Herbstmonaten, in denen das Unterengadin sonst weniger Touristen sieht. Zu Beginn des Projekts hätte es viele Skeptiker gegeben, doch mittlerweile habe sich das stark geändert. «Jetzt spüre ich den grossen Rückhalt der Bevölkerung», erzählt Jon Erni, Gründer der Initiative «MiaEngiadina».

Die Geschichten dieser drei Beispiele für nachhaltigen Tourismus sind ab sofort in voller Länge hier nachzulesen:

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