CIPRA Vertretungen:

Benutzerspezifische Werkzeuge

  Suchfilter  

News

«Es gibt keinen anderen Weg»

Alenka Smerkolj aus Slowenien folgt als neue Generalsekretärin der Alpenkonvention auf den Österreicher Markus Reiterer. © Alpine Convention

Die 55-jährige Slowenin Alenka Smerkolj hat als Ministerin bereits eine Strategie für Sloweniens nachhaltige Entwicklung erarbeitet. Diesen Weg will sie nun als Generalsekretärin der Alpenkonvention fortsetzen.

Alenka Smerkolj hat Markus Reiterer am 15. Juli 2019 als Generalsekretär der Alpenkonvention abgelöst. Ihre ersten Termine als neue Generalsekretärin der Alpenkonvention führen sie zu den Bürgermeistern der Alpenkonventions-Bürostandorte Bozen/I und Innsbruck/A, danach stehen Gespräche in allen weiteren Alpenländern an. «Ich möchte alle Interessensgruppen, mit denen wir zusammenarbeiten, persönlich kennenlernen.»

Politik statt Bank

Eine langjährige Karriere im Bank- und Finanzmanagement hat Smerkolj 2014 aufgegeben, um in Slowenien Ministerin für Entwicklung und kurzzeitig auch für Finanzen zu werden – eine grosse Umstellung, wie sie heute selbst sagt. «Anders als im Bankengeschäft hatte ich nun Entscheidungen zum Wohle aller in der Gesellschaft zu treffen.» Dabei entwickelte sie auch die «Vision of Slovenia 2050», an deren Formulierung sich hunderte Bürgerinnen und Bürger bei Veranstaltungen in ganz Slowenien beteiligten. Ebenfalls für sich verbuchen kann sie Sloweniens 2017 beschlossene, nationale Entwicklungsstrategie, die sich an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen bis 2030 orientiert. Das alles, so Smerkolj, habe sie zu einer «leidenschaftlichen Verfechterin der nachhaltigen Entwicklung» gemacht.

Silodenken als grösstes Problem

Die Alpen als Pionierregion für nachhaltiges Leben im Herzen Europas – diese Zukunftsvision der Alpenkonvention unterstützt auch Alenka Smerkolj. «Ich finde mich da voll und ganz wieder.» Doch eines der grössten Probleme im Alpenraum und weltweit sei das Silodenken, wie sie findet. Jeder sehe zwar Lösungen, jedoch nur für die eigenen Themen und Herausforderungen. Probleme wie der Klimawandel betreffen aber alle Sektoren, von Wirtschaft über Energie bis hin zu Transport. Hier brauche es vernetztes, systemisches Denken. Die 2015 beschlossenen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen würden dabei helfen, sagt die neue Generalsekretärin der Alpenkonvention. «Es gibt keinen anderen Weg für unseren Planeten.»

Das Interview zum Artikel kann hier in voller Länge als Podcast in englischer Sprache nachgehört werden – darin spricht Alenka Smerkolj unter anderem über ihre Vorbildrolle für andere Frauen als erste Generalsekretärin der Alpenkonvention und verrät ihren persönlichen Lieblingsplatz in den Alpen:

Weiterführende Quellen und Informationen:

www.alpconv.org/de/startseite/news-publikationen/news/detail/alenka-smerkolj-uebernimmt-das-amt-als-generalsekretaerin-der-alpenkonvention/, www.sloveniatimes.com/govt-vision-for-slovenia-in-2050-presented (en), https://en.wikipedia.org/wiki/Alenka_Smerkolj (en)