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Trotz Sommerhitze Diskussionen über den Wintertourismus in den Alpen

Wollen die tiefer gelegenen Wintersportorte in Bayern überleben, müssen sie sich angesichts des Klimawandels beizeiten auf andere Angebote als den Skisport besinnen. Dies rät Klimaforscher Wolfgang Seiler anlässlich einer Fachtagung der bayerischen Grünen zum Thema Klimawandel und Tourismus am 21. Juli in Garmisch-Partenkirchen/D. Diese Meinung wird nicht überall geteilt: sowohl in Deutschland als auch in den übrigen Teilen der Alpen wird auf mehr Kunstschnee und den Ausbau von Skigebieten gesetzt.
Tourismusexperte Christian Baumgartner stellte an der Tagung fest, dass man in Österreich nach Alternativen zur künstlichen Beschneiung suche, da diese finanziell von den Kommunen und Liftbetreibern langfristig nicht tragbar sei. In Frage kommen Angebote wie geführte Winterwanderungen. Allerdings sei es wichtig, so Seiler, den Wintersport einschliesslich der sanften Angebote auf bestimmte Gebiete zu konzentrieren.
Demgegenüber hat der Umweltausschuss des bayerischen Landtags eine Lockerung der Vorschriften für Beschneiungsanlagen gefordert. Befristete Genehmigungen sollen verlängert und unbedenkliche chemische Zusätze für den Kunstschnee zugelassen werden. Für Oberammergau hat das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen bereits die künstliche Beschneiung des 1200 m "hoch" gelegenen Skigebiets "Am Kolben" genehmigt. In der französisch-italienischen Grenzregion zwischen dem Departement Hautes-Alpes/F und der Provinz Torino/I soll durch den Zusammenschluss von Skigebieten die grösste Skiregion Europas entstehen. Hierzu haben die Tourismusverantwortlichen am 17. Juli in Torino ein Abkommen getroffen. In dem Abkommen wird der Schwerpunkt auf gemeinsames Marketing sowie Austausch von Informationen und Personal gelegt.
Quellen: Süddeutsche Zeitung 22.07.2003, 24.07.2003, Provincia di Torino 17.07.2003