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Neue Leitung des Alpenkonventionssekretariats

Marco Onida und Regula Imhof leiten ab 2007 neu das Ständige Sekretariat der Alpenkonvention.
Red. Die Umweltministerinnen und Umweltminister haben in Alpbach den Italiener Marco Onida für die nächsten vier Jahre zum Generalsekretär der Alpenkonvention gewählt. Der 40-jährige Jurist und Ökonom war bisher bei der Generaldirektion Umwelt der Europäischen Union beschäftigt. Die 37-jährige Schweizer Forstingenieurin Regula Imhof wurde zur Vize-Generalsekretärin ernannt. Sie war früher Geschäftsführerin der Liechtensteinischen Gesellschaft für Umweltschutz und danach in Zentralasien Leiterin eines Projektes im Bereich nachhaltige Berggebietsentwicklung.

Damit wird ein vier Jahre dauerndes Provisorium beendet. Für die ersten beiden Jahre nach Einrichtung des Ständigen Sekretariats - 2003 und 2004 - wurde der Franzose Noël Lebel als Generalsekretär "ad interim" gewählt. An der 8. Alpenkonferenz im November 2004 gelang es nicht, mit der vorgeschriebenen Einstimmigkeit einen Generalsekretär oder eine Generalsekretärin zu bestimmen. Deshalb leitete Vize-Generalsekretär Ruggero Schleicher-Tappeser aus Deutschland das Sekretariat 2005 und 2006 als "geschäftsführender Generalsekretär".

Nachdem Italien seine Schulden bei der Alpenkonvention zu einem grossen Teil bezahlt hat, ist zu hoffen, dass das Sekretariat demnächst mit vollem Personalbestand arbeiten kann. Italien hatte seine Beiträge an das Ständige Sekretariat für die Jahre 2003, 2004 und 2005 erst im Oktober 2006 bezahlt. Italien gehört bezüglich Fläche und Bevölkerung zu den Ländern mit dem grössten Anteil an den Alpen, weshalb es rund ein Viertel des Budgets aufzubringen hat. Die Tatsache, dass dieses Geld dem jungen Sekretariat gefehlt hat, hat zu grossen finanziellen und personellen Engpässen geführt. Der Betrag Italiens für das Jahr 2006 ist noch offen und wird voraussichtlich erst 2007 bezahlt.
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