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Tschlin im Engadin ist "Gemeinde der Zukunft"

Eine internationale Jury hat die Gemeinde Tschlin im schweizerischen Engadin für ihr Brauerei-Projekt zur "Gemeinde der Zukunft" des Jahres 2005 ernannt und mit 4.000 Euro belohnt. Nebenpreise zu je 1.500 Euro gingen an das österreichische Ludesch und an das Auerbergland in Deutschland.
Red. Die Gemeinde Tschlin im Schweizerischen Unterengadin mit 434 EinwohnerInnen hat nach Ansicht der Jury zwar vorerst nur wenige Arbeitsplätze geschaffen, aber wesentliche Impulse für die Landwirtschaft und den Tourismus gegeben sowie die ursprüngliche Bierkultur gefördert. Das Produkt strahlt auf die gesamte Region aus, schafft Identifikation und bringt auch für Gäste einen Mehrwert.
Die so geschaffene Wertschöpfungskette reicht von der Kultivierung des Biogetreides auf alten Terrassen des Tales über die Produktion in der Brauerei in Tschlin bis hin zur Vermarktung, die in Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben und Dorfläden betrieben wird. Auch der Tourismus ist eingebunden. Durch die Nähe von LandwirtInnen, ProduzentInnen und KonsumentInnen werden die Transportwege kurz gehalten. Somit wird in jedem Element der Wertschöpfungskette ein Beitrag zur Nachhaltigkeit geleistet.

Die Gemeinde Ludesch in Vorarlberg wurde für ihr Projekt "Haus der Zukunft - Gemeindezentrum Ludesch" ausgezeichnet. Das Gebäude ist das erste Gebäude dieser Art und Grösse in Österreich, das nach dem Passivhaus-Standard zertifiziert wurde. Als Pilotprojekt wird es im Rahmen des Programms "Haus der Zukunft" umfassend dokumentiert, mit dem Ziel die gewonnenen Erkenntnisse für andere Bauträger anwendbar zu machen. Neben dem vorbildlichen Energiekonzept lobte die Jury auch den fortschrittlichen Partizipationsprozess.

Das "Interkommunale Netzwerk Auerbergland" erhielt ebenfalls einen Nebenpreis. Die elf Gemeinden in Schwaben und Oberbayern haben 1993 begonnen, die Entwicklung der Region an gemeinsam erarbeiteten Zielen auszurichten. Dem Leitbild liegt der Gedanke einer integrierten und nachhaltigen ländlichen Entwicklung zugrunde. Die interkommunale Zusammenarbeit ermöglichte es dem Netzwerk Auerbergland Projekte zu realisieren, die im Alleingang der Gemeinden vermutlich in dieser Form nicht möglich gewesen wären.
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