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Wachstumsspirale Zillertal

Parkplatz eines Wintersportgebietes

Mit dem Ausbau der Aufstiegshilfen wird die Verkehrsbelastung weiter zunehmen. © Gesellschaft für ökologische For-schung München

Tirols Naturschutzlandesrätin Anna Hosp hat den Bau einer zweiten Seilbahn in Kaltenbach/A entgegen aller umweltpolitischen Bedenken bewilligt.
Durch den zusätzlichen Zusammenschluss der Skigebiete Hochzillertal und Hochfügen entsteht das grösste Skigebiet des Zillertals. Die Förderleistung der Lifte im Skigebiet wird sich von 30.000 Personen pro Stunde auf 60.000 verdoppeln.
Bereits im gegenwärtigen Ausbauzustand ist das Zillertal im Winter verkehrsmässig überlastet. An den Zubringern zu den Destinationen gibt es regelmässig kilometerlange Rückstaus. Die Freigabe der Zubringerbahn Kaltenbach wurde im Vertrauen auf ein Verkehrskonzept erteilt, das der Verkehrsverbund Tirol derzeit ausarbeitet. Eine verbesserte Vernetzung der Liftbetriebe mit Bussen wird jedoch bislang von den Liftbetreibern nicht mitgetragen. Peter Haßlacher, Raumplaner im Alpenverein sieht im Zillertal ein "Modellbeispiel einer unersättlichen Wachstumsspirale".
Quelle: http://derstandard.at/?url=/?id=2121324 (de), 23.07.2005