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CIPRA-Österreich: Schnittstelle für den Alpenschutz

Anfang Juli 2005 wird CIPRA-Österreich ihr 30-jähriges Bestehen mit einem Festakt begehen. Dabei wird das Leitbild für die nächsten 5 Jahre vorgestellt werden. Insgesamt will CIPRA-Österreich als Schnittstelle eine nachhaltig orientierte österreichweite Alpenpolitik unterstützen.
CIPRA-Österreich besteht seit 1975 und ist als Dachverband organisiert. Als österreichische Besonderheit sind neben den tragenden NGOs im Alpenbereich auch alle österreichischen Bundesländer Mitglieder von CIPRA-Österreich. Die NGOs sind:

- Arbeitsgemeinschaft der Berg- und Naturwachten Österreichs
- Naturfreunde Österreich
- Österreichischer Alpenschutzverband
- Österreichischer Alpenverein
- Österreichischer Forstverein
- Österreichischer Naturschutzbund
- Österreichischer Touristenklub
- Verband Österreichischer Höhlenforscher
- Zentralstelle der Österreichischen Landesjagdverbände

Dieser Tatsache verdankt CIPRA-Österreich die Möglichkeit, eine Informations- und Kommunikationsplattform für Alpenfragen insgesamt, insbesondere aber für die unterschiedlichsten Anliegen der Alpenkonvention im Mittelpunkt der Alpenakteure sein zu können.
Präsident von CIPRA-Österreich ist Norbert Weixlbaumer (Humangeograph an der Universität Wien). Die Geschäftsführung liegt bei Birgit Karre (Biologin) in Wien. Stefan Cuypers (Jurist) leitet das Alpenkonventionsbüro der CIPRA-Österreich in Innsbruck. CIPRA-Österreich ist als eigenständiger Bereich im Umweltdachverband organisiert.

Von Klimawandel bis Skigebietserweiterungen
Neben dem Schwerpunkt Alpenkonvention besteht für CIPRA-Österreich eine wichtige Aufgabe darin, sich für die brennenden Alpenthemen einzusetzen, zu informieren und Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Zur Ausarbeitung solcher Schwerpunkte wurde eine eigene Arbeitsgruppe (jeweils ein Vertreter der Länder und der NGOs, Alpenkonventionsbüro und Geschäftsführung) eingerichtet. Derzeit wird der Schwerpunkt "Klimawandel in den Alpen" für 2005 vorbereitet. Ziel ist es, in Gemeinden Klimaerwärmung und ihre Folgen vor Ort zu thematisieren und sie dabei zu unterstützen, Problemlösungsstrategien zu entwickeln. Angestrebt wird dabei nicht nur eine Kooperation mit dem Gemeindenetzwerk "Allianz in den Alpen" sondern auch mit den anderen CIPRA-Vertretungen und weiteren Partnern. Wichtiger Arbeitsschwerpunkt ist unter anderem eine Erhebung von Skigebietserweiterungen in den Alpen.

Alpenkonventionsbüro: Informationsdrehscheibe in Innsbruck
Für den übergeordneten Arbeitsschwerpunkt "Alpenkonvention" von CIPRA-Österreich ist in Innsbruck, am Sitzort des Ständigen Sekretariates der Alpenkonvention, das Alpenkonventionsbüro eingerichtet. Seine Aufgabe ist die Unterstützung des Umsetzungsprozesses der Alpenkonvention und aller Durchführungsprotokolle innerhalb Österreichs. Da die Protokolle seit dem 18.12.2002 in Österreich in Kraft sind, liegt der Arbeitsschwerpunkt des Alpenkonventionsbüros auf den Bemühungen um ihre flächendeckende tatsächliche wie rechtliche Umsetzung im Geltungsbereich der Konvention. Durch Kommunikation mit den beteiligten Institutionen und Gebietskörperschaften, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, juristische Begutachtungen und Stellungnahmen in Gesetzgebungs- und behördlichen Verfahren soll der Bekanntheitsgrad der Konventionsvereinbarungen als rechtlich verbindliches Gestaltungsinstrument für eine nachhaltige Entwicklung erhöht werden. Auch interessierte Alpenbewohner, Natur- und Gesundheitsschutzorganisationen finden im Alpenkonventionsbüro die Informationen, die sie für eine Förderung der Umsetzung der Inhalte der Durchführungsprotokolle im Sinne ihrer Interessen benötigen.
Mit der Zeitschrift "Die Alpenkonvention: Fragen -
Antworten - Perspektiven", die vier Mal im Jahr erscheint, werden aktuelle Entwicklungen auf nationaler wie internationaler Ebene allen Betroffenen mitgeteilt. Eine räumliche Angliederung des Alpenkonventionsbüros der CIPRA-Österreich an die Fachabteilung Raumplanung/Naturschutz des Österreichischen Alpenvereins in Innsbruck ermöglicht dem Büro eine in allen relevanten Fachbereichen adäquate Arbeit für die Anliegen der Alpenkonvention.

Alle Informationen zur Arbeit von CIPRA-Österreich sind auf www.cipra.at zu finden.