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Tiefgreifender Klimawandel bedroht Flora und Fauna

Eine neue Studie des WWF International befasst sich mit der Bedrohung von Flora und Fauna durch den rasanten Klimawandel. Der natürliche Anpassungsmechanismus vieler Arten kann heute nicht mehr Schritt halten mit dem Tempo der Veränderungen. Unter Berücksichtigung der sich häufenden Wetterextreme kommt die Studie zum Schluss, dass die Folgen der Klimaerwärmung weit grösser sind als bisher zumeist angenommen.
So blühen beispielsweise Pflanzen früher oder wegen wachsender Trockenheit treten vermehrt Waldbrände auf. Um die schlimmsten Folgen zu vermeiden, dürften sich gemäss dem WWF und der EU die Temperaturen global um nicht mehr als 1,5° Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit erhöhen. Erschreckend sei, dass die Durchschnittstemperatur in den Alpen seit damals bereits um 1,6° Celsius zugenommen hat.
Der Fund von Jahrtausende alten Pflanzenresten, welche kürzlich von einem Gletscher in den peruanischen Anden freigegeben wurden, ist ein Indiz für das Ausmass des aktuellen Klimawandels. Die Datierung der Überreste mittels der C14-Methode ergab ein Mindestalter der Pflanzen von 50.000 Jahren. Lonnie Thompson von der Ohio State University geht aufgrund des guten Zustands der Pflanzen davon aus, dass die Eismassen während der letzten 50.000 Jahre nie so stark zurück geschmolzen sind wie heute.
Quellen und Download: Leemans, R., van Vliet, A. (2004) Extreme Weather: Does Nature Keep Up? www.wwf.ch/wwfdata/media/de (en); www.vistaverde.de/news/Wissenschaft (de) 16.12.2004