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Ausbau bestehender Gletscherskigebiete in Tirol

Gepatschferner

Weissseespitze beim Gepatschferner © http://www.alpenverein.or.at

Die Tiroler Landesregierung will demnächst das "Raumordnungsprogramm betreffend den Schutz von Gletschergebieten" verabschieden. Es beinhaltet eine Erweiterung der Skigebiete im Pitztal und Kaunertal.
Der vorgelegte Entwurf wird von Naturschützern, dem Österreichischen Alpenverein, der Arbeiterkammer und der österreichischen Vertretung der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA strikt abgelehnt: der Ausbau der Gletscherskigebiete sei mit der Alpenkonvention und EU-Richtlinien (Strategische Umweltprüfung, Natura 2000) nicht vereinbar.
Das Gletscherskigebiet im Pitztal soll durch die Vergrösserung um ca. 200 ha mit dem Ötztal verbunden werden. Im Kaunertal will man durch die Neuerschliessung eines ca. 280 ha grossen Gletschergebietes den Gepatschferner für den Skitourismus freigeben und auf dem Gipfel des Weissseeferners eine Bergstation in 3.526 m Höhe bauen.
Die Landesregierung begründet ihr Vorhaben mit den zu erwartenden positiven Effekten für Tourismus und Wirtschaft in den strukturschwachen Tälern. Auch die Seilbahnwirtschaft und der Österreichische Gewerkschaftsbund erhoffen sich durch den Ausbau "neue, bzw. abgesicherte Arbeitsplätze". Die Umweltabteilung der Landesregierung dagegen kritisiert, dass "die Erhebungen zur wirtschaftlichen Rechtfertigung seitens der Abteilung Raumordnung nicht nachvollziehbar seien."
Quellen und Infos: www.alpenverein.at (de), www.tirol.gv.at/default.shtml (de)