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Montblanc-Tunnel: Französischer Staat verurteilt

Die Naturverbände hatten grundsätzlich Recht: Die Vorgehensweisen während der Reparaturarbeiten am Montblanc-Tunnel, die vor drei Jahren begonnen wurden, waren nicht rechtens. Dies entschied das Verwaltungsgericht von Grenoble in seinem Urteilsspruch vom 19. Mai zum Gerichtsstreit zwischen dem französischen Staat und den Naturverbänden ARSMB (Association pour le Respect du Site du Mont-Blanc), Mountain Wilderness, Frapna 74 (Fédération Rhône-Alpes de Protection de la Nature) und Greenpeace.
Der Staat hätte, wie es die Naturverbände gefordert hatten, verschiedene Maßnahmen zum Schutz der Umwelt einleiten sollen. Es wurden zum Beispiel weder eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt noch die Öffentlichkeit einbezogen. Der Staat wurde deshalb dazu verurteilt, 3000 € an die Kläger zu zahlen. Da die Arbeiten am Tunnel aber bereits abgeschlossen sind, erklärte das Gericht die Forderung der Naturschutzverbände, diese zu stoppen, für hinfällig.
Quelle: Mountain Wilderness Frankreich 07.06.2004 http://france.mountainwilderness.org (fr)