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Italien: Region übernimmt Verwaltung nicht mehr genutzter Olympia-Anlagen

Jetzt wurde es vom Präsidenten der italienischen Region Piemont, Enzo Ghigo, offiziell erklärt: nach den Olympischen Spielen von Turin 2006 werden sich die Sprungschanzen und die Bobbahn nicht selbst tragen.
Die Region hat deshalb vorgeschlagen, eine öffentliche Gesellschaft für die Verwaltung der Anlagen nach den Olympischen Spielen zu gründen. Diese Gesellschaft könnte auch alle Ski-Aufstiegshilfen der Olympia-Austragungsorte verwalten, so Ghigo.
Die Umweltschutzorganisationen hatten seit Anfang der Gespräche über die Olympia-Kandidatur Turins befürchtet, dass einige der Sportanlagen nach Ende der Spiele zu ungenutzten und kostspieligen "Leichen" in der Landschaft würden. Obwohl gerade der Bau von Anlagen wie der Bobbahn und der Sprungschanzen immer mit Zweifeln und Bedenken behaftet war, wurde es nie in Betracht gezogen, die bereits bestehenden Anlagen im benachbarten Frankreich für die Olympischen Spiele zu nutzen.
Zwischenzeitlich hat die Landwirtschaftsorganisation Coldiretti ein anderes Thema zur Diskussion gebracht: die Entschädigungen für Grundstücksenteignungen im Zuge der Olympischen Spiele seien zu niedrig und werden von der Olympia-Agentur verspätet ausgezahlt. Ausserdem werden Umweltschäden und Schäden durch die Baustellen überhaupt nicht berücksichtigt, so der Vorwurf der Landwirtschaftsvertreter.
Quelle: La Stampa 31.04.2004