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Tirol will Gletscherschutz aufweichen

Das österreichische Bundesland Tirol will mit einer Novelle seines Naturschutzgesetzes ermöglichen, dass auch Eingriffe in benachteiligte und strukturschwache Gletschergebiete unter bestimmten Voraussetzungen erfolgen können. Für den Landesumweltanwalt solle es zudem weiter keine Beschwerdemöglichkeit bei Höchstgerichten geben.
Von Gegnern der Novelle wird kritisiert, dass die Möglichkeit der Neuerschliessung im Widerspruch zu den Grundsätzen der Alpenkonvention stehe. Auch im Österreichischen Umweltplan von 1996 wurde "keine touristische Neuerschließung von Gletschern" beschlossen. In allen anderen österreichischen Bundesländern haben die Landesumweltanwälte zudem eine Beschwerdemöglichkeit bei den Höchstgerichten.
Der WWF Österreich zeigt in einer Studie auf, dass Österreich das Alpenland mit der grössten Länge präparierter Abfahrten und Tirol das am meisten mit Skigebieten erschlossene Bundesland Österreichs sei. Allein in Tirol könnten 1,3 Millionen Menschen pro Stunde auf die Gipfel gebracht werden.
Quellen und Infos: www.oeav.at/naturschutz (de), Studie des WWF: www.wwf.at/News/news382 (de)