CIPRA Vertretungen:

Benutzerspezifische Werkzeuge

  Suchfilter  

Projekte

Pfronten´s Punktekatalog für zukunftsorientiertes Bauen

Durch den Pfrontener Punktekatalog wird ökologisches Bauen gefördert. Die Bauherren zahlen einen Energiezuschlag, der beim Erfüllen von ökologischen Kriterien wieder zurückbezahlt wird.

Zielsetzung

Der Pfrontener Punktekatalog soll den Bauherrn des Neubaugebietes Röfleuten-Nord Anreiz und Anregung geben, bei der Planung sparsamen Energieeinsatz für die Nutzung des Eigenheims und Gedanken der Nachhaltigkeit zu berücksichtigen. Dem Punktekatalog liegen dabei folgende Ziele zu Grunde:
Wirtschaftlichkeit: Durch zu erwartende Knappheit und Verteuerung von fossilen Energieträgern werden sich Investitionen in Energieeinsparmaßnahmen langfristig amortisieren.
Ökologie: Umweltschutz durch die Nutzung von nachwachsenden und nicht erschöpfliche Enegieträgern.
Steigerung des Wohnkomforts: Durch gut gedämmte Häuser, moderne Fenster und Lüftungsanlagen ist eine Steigerung der Behaglichkeit und damit der Wohnqualität in den bewohnten Räumen zu erreichen.

Durchführung

Das Modell wurde von der Gemeinde Pfronten initiirt und wird bei dem 38.801 qm großen Neubaugebiet Röfleuten zum ersten Mal angewendet. Ausgearbeitet wurde das Modell und der Punktekatalog vom gemeindlichen Energieberater und der Gemeinde Pfronten. Der Bauherr zahlt beim Kauf des Grundstückes einen Energiezuschlag von 10 DM/qm erworbener Grundstücksfläche. Die Gemeinde ermöglicht dem Bauherrn für jeden erfüllten Punkt aus dem Punktekatalog die Rückerstattung von 1 DM/qm erworbenes Grundstück, maximal aber den gesamten Energiezuschlag (10 Punkte). Es obliegt dem Bauherrn, zu entscheiden, welche Kriterien er aus dem Punktekatalog erfüllen möchte. Folgende bauliche Maßnahmen werden mit unterschiedlich vielen Punkten belohnt:
Unterschreitung der Wärmeschutzverordnung von 1995, Bau einer thermischen Solaranlage, Bau einer Photovoltaikanlage, Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung nach den Richtlinien der Wärmeschutzverordnung von 1995, Brennwerttechnik, Kochen mit Gasherd, Hauptwärmeversorgung (zentrale Heizung) mit nachwachsenden Rohstoffen, Wärmepumpe zur Gebäudeheizung, Regenwassernutzung für die Toilettenspülung, Verdichtetes Bauen. Die Ausführung der angeführten Punkte werden vom Energieberater der Gemeinde überwacht. Bleibt auf dem Extrakonto der Gemeinde nach dem Abschluß des Baugebietes ein Überschuß aus dem Energiezuschlag der Grundstücke, muß dieses Geld für Energiesparmaßnahmen in der Gemeinde eingesetzt werden.

Wirkung

Das Programm läuft erst an. Nach bisher gewonnenen Eindrücken wird von den erwähnten Punkte-Maßnahmen voraussichtlich rege Gebrauch gemacht.
Es ist geplant, dieses Modell bei weiteren Baugebietsausweisungen wieder anzuwenden.

Standort

Pfronten

Beteiligte

Gemeinde Pfronten, Bauherrn, Energieberater

Finanzierung

Die anfallenden Kosten werden im Rahmen der allgemeinen Beratertätigkeit des Energieberaters mitausgeführt; gesonderte Kosten fallen nicht an.

Ansprechperson

Georg Straub
Allgäuerstr. 6
87459 Pfronten / DE
Telefonnummer: +49 8363 698-34
Telefax: +49 8363 698-55
Email: info@pfronten.de
Internet: http://www.pfronten.de

abgelegt unter: ,