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Projekte

Öko-Hauptschule Mäder

Bau der Öko-Hauptschule Mäder: Nutzung von regenerativen Energiequellen (Solarenergie), Reduzierung des Energieverbrauchs der Schule und ökologisch optimierte Auswahl von Baustoffen und Bauteilen. Da Umweltschutz bei der Bewusstseinsbildung beginnt, wurde besonderer Wert auf die Öffentlichkeitsarbeit gelegt und Umweltschutz als Unterrichtsfach in den Lehrplan der Hauptschule aufgenommen.

Zielsetzung

Durch den Bau der Öko-Hauptschule entstand ein Öko-Vorzeigebau. Der Bau zeigt bei der Einsparung von Heiz- und Beleuchtungsenergie, der Nutzung von Solarenergie, der Wahl der Baustoffe und bei seinem Wasserkonzept neue Wege einer ökologischen Gebäudekonzeption auf. Mit der Bildung eines Unterrichtsschwerpunkts „Ökologie“ wird den Schülern vielseitige Umweltinformation gegeben.

Durchführung

Baubeginn der Hauptschule: Februar 1997
Details des Projekts:
-Energiemanagment: Kontrollierte Be- und Entlüftung (einzelraumgesteuert) mit Wärmetauscher und Erdkollektoren zur Vorwärmung bzw. Vorkühlung der Frischluft. Fehlende Energie wird durch die mit Biomasse (Hackschnitzel) betriebene Nahwärmeversorgungsanlage zugeführt.
-Abgestimmtes Lichtmanagment: Beleuchtungskörper brennen nur dort, wo Licht benötigt wird.
-Photovoltaikanlag: Im Jahr 1998 wurden im Rahmen der Vorarlberger Klimakampagne in der Aktion „Sonnen-Schein“ 1.000 Sonnen-Scheine à ATS 1.000 an Privatpersonen und Firmen verkauft und mit dem Erlös eine Photovoltaikanlage errichtet. Die Gemeinde vergütet ATS 10,-/kWh. Der Erlös wird überwiegend zur Förderung der Photovoltaik verwendet. Das heißt: Es gibt jedes Jahr ein Sonnenfest (im Jahr 2000 am 18.06.), zu dem alle Anteilscheinbesitzer eingeladen werden (Freibier, Wurst und Brot). Der dabei nicht verbrauchte Erlös fließt in einen Fonds zur Erweiterung der Anlage. Die Anlage mit 90 m² hat eine Spitzenleistung von 10kWp und eine Jahresleistung von 8.500 kWh. Der Strom wird in der Schule verwendet, Überschüsse werden ins Netz eingespeist. Im Jahr 2000 wird die Anlage um 15m² erweitert. Das Platzangebot auf der Turnhalle der Schule reicht für eine Verdoppelung der Photovoltaikanlage aus, in den nächsten 5 Jahren soll die Turnhalle mit Solarzellen abgedeckt werden.
-Baustoffwahl: Ökologische Wahl von Baustoffen, z.B. durch Einsatz von Holz in Leichtbaukonstruktion, PVC-freie Verkabelung, Verwendung von Schaf- und Steinwolle
-Wasserkonzept: Mit der Installierung von getrennten Leitungen für Trink- und Nutzwasser ist eine getrennte Brauchwasserversorgung in der Zukunft möglich. Die Erwärmung des Nutzwassers erfolgt über eine Solaranlage. Das anfallende Regenwasser von den versiegelten Flächen wird in einem im Schulhof integrierten Teich zur Versickerung gebracht. Das Bauvorhaben wurde im September 1998 fertiggestellt. Die neue Hauptschule konnte mit Beginn des Schuljahres 1998/99 den Betrieb aufnehmen.

Wirkung

Durch die genannten Maßnahmen wird eine Energiekennzahl von unter 20 kWh/m²a erreicht (zum Vergleich: übliche neugebaute Schulen weisen eine Energiekennzahl von 40 – 50 kWh/m²a auf). Von der notwendigen Energie werden 60% aus Biomasse abgedeckt. Die Baukosten der Schule liegen etwa 10 - 15% unter jenen eines solchen Gebäudes in herkömmlicher Bauweise. Die Hauptschule stößt in der Fachwelt und bei Gemeinden, die ähnliche Bauvorhaben planen, auf großes Interesse und war im letzten Jahr Ziel zahlreicher Exkursionen. Dadurch wurde das Selbstbewusstsein der Mäderer Bevölkerung gestärkt.

Energiekennzahl

19

Konstruktionsweise

Mischbau

Baustoffe aus der Region

Fenster und Fassade aus Lärche, Nussbaum als Furnierholz im Innenausbau

Nutzfläche

6.681

Standort

Mäder

Beteiligte

Hauptschule-Neubau:
Gemeinde Mäder, Baumschlager und Eberle (Architekten), Dr. Karl Torghele, Fa. Spektrum (Baubiologie, ökologische Bewertung der Baustoffe)
Unterichtsschwerpunkt Ökologie:
Schüler/-innen und Lehrer/-innen der Hauptschule
Photovoltaikanlage:
Mäderer Bevölkerung, Liechtensteiner Stiftung Propter Homines (als Donator)

Finanzierung

Gesamtkosten des Projektes (incl. Planung, Einrichtung und Außenanlagen): ATS 92.200.000,- excl. MWST.
Die Finanzierung erfolgte im Leasing-Weg durch die Gemeinde Mäder, wobei das Land Vorarlberg einen Baukostenzuschuß in Höhe von 27% gewährte.
Die Photovoltaikanlage wurde über Anteilscheine finanziert.

Projektkosten

6'700'000.00 Euro

Ansprechperson

Gemeinde Mäder
Rainer Siegele
Alte Schulstrasse 7
6841 Mäder / AT
Telefonnummer: +43 5523 52860-12
Telefax: +43 5523 528 60 20
Email: rainer.siegele@maeder.at
Internet: http://www.maeder.at

Projektverantwortliche/r

B&E Baumschlager-Eberle GmbH
Millennium Park 2
6890 Lustenau / AT
Telefonnummer: +43 5577 63051 11
Telefax: +43 5577 63051 30
Email: i.pechlaner@be-lustenau.com
Internet: http://www.baumschlager-eberle.com/