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Landwirtschaftliche Biogasanlage zur Vergärung von Gülle, Mist und Bioabfällen (Zillertal)

14 Gemeinden des Hinteren Zillertals und zwei Landwirte beschließen 1997, für die Verarbeitung von Bioabfällen aus Privathaushalten und aus der Gastronomie zwei landwirtschaftliche Biogasanlagen zu errichten und zu betreiben. Zu diesem Zweck wird eine Vereinbarung auf 10 Jahre abgeschlossen. Die Sammlung der Bioabfälle übernimmt ebenfalls einer der beiden Landwirte.

Zielsetzung

Verarbeitung von Bioabfällen,
Schließen von Kreisläufen,
Erhaltung der örtlichen Landwirtschaft,
Beitrag zum Klimabündnis

Durchführung

Zwischen Gemeinden und Landwirten wurde eine Vereinbarung auf 10 Jahre getroffen, wonach Landwirte die Errichter und Betreiber der Anlagen sind, und die Gemeinden finanzielle Unterstützung bei der Errichtung leisten. Für die Verarbeitung der Bioabfälle wird ein mengenbezogenes Entgelt vereinbart, die Sammlung der Bioabfälle wird nach tatsächlichen Zeitaufwand abgerechnet. Die Erträge aus der Strom- und Wärmeproduktion kommen dem Landwirt zugute. Ca. 1.300 Haushalte sind an die Bioabfallsammlung angeschlossen, ca. 70% der Bioabfälle stammen aus 130 angeschlossenen Gastronomiebetrieben. Die gesammelte Jahresmenge an Bioabfällen lag 1998 bei 520 Tonnen und 1999 bei 650 Tonnen. Die Gemeinden sorgen durch Aufklärung- und Öffentlichkeitsarbeit dafür, daß die Bioabfälle möglichst sortenrein anfallen. Durch die großteils ländliche Struktur gibt es sehr viele Eigenkompostierer.

Wirkung

Die Bevölkerung bemüht sich, Bioabfälle sauber zu sammeln, da die Verwertung in unmittelbarer Nähe stattfindet. Die Landwirte haben ein zusätzliches Einkommen. Die Gülleausbringung erfolgt ohne Geruchsbelästigung. Das Wachstum auf den Wiesen und Feldern ist deutlich besser.

Beteiligte

14 Gemeinden (Aschau, Brandberg, Finkenberg, Gerlos, Gerlosberg, Hainzenberg, Hippach, Mayrhofen, Ramsau, Rohrberg, Schwendau, Tux, Zell, Zellberg)
Landwirt Günther Schragl, 6290 Mayrhofen 826
Landwirt Johann Spitaler, 6283 Schwendau 287
130 Gastronomiebetriebe
1.300 Haushalte

Finanzierung

Gesamtkosten: Anlage Schragl ATS 5,0 Mio
Anlage Spitaler ATS 4,9 Mio
ca. 40 % öffentliche Förderung (Bund und Land)
Rest aus Eigenmitteln der Landwirte und Unterstützung der Gemeinden

Projektkosten

363'000.00 Euro

Ansprechperson

Gemeinde Mayrhofen
Hauptstraße 409
6290 Mayrhofen  / AT
Telefonnummer: +43 5285 64000 38
Telefax: +43 5285 64000 34
Email: gemeinde@mayrhofen.tirol.gv.at
Internet: http://www.mayrhofen.tirol.gv.at