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Projekte

Dauerhaft umweltgerechte Entwicklung der Berglandwirtschaft im Berchtesgadener Land - Ramsau

Förderung der Vermarktung regionaler bäuerlicher Produkte und damit Unterstützung der heimischen Berglandwirtschaft; Landwirte, Metzger und Beherbergungsbetriebe ziehen an einem Strang.

Zielsetzung

Erhalt der örtlichen Landwirtschaft und damit Beitrag zur Sicherung einer dauerhaften Bewirtschaftung und Pflege der Kulturlandschaft. Erhaltung einer abwechslungsreichen Urlaubslandschaft. Stärkung des heimischen Tourismusangebotes durch regionale Komponenten.

Durchführung

Gründung des Vereins zur Förderung und Erhaltung der Berglandwirtschaft in Berchtesgaden, sowie der Vermarktungsgesellschaft BLM Bergbauern GbR unter Mithilfe des Alpenforschungsinstitutes Garmisch. Bau eines bäuerlichen Zerlege- und Lagerkühlraums im kommunalen Schlachthof, Abbau des Schlachthof-Defizits, Vermarktung an Hotellerie/Gastronomie über des Werbeprojekt "Berchtesgadener Kuchl". Vertraglich festgelegte Abnahme eines Teils des Wareneinkaufs (Fleisch) des o.g. Vereins durch die Gastronomie. Werbung für Vertragsgaststätten in Prospekten und Broschüren für den Gast, Werbung für das "Bergbauernfrühstück" mit regionalen Produkten (vor allem für die Molkereigenossenschaft des Berchtesgadener Landes), "Product Placement" im Gastgeberverzeichnis Ramsau.

Wirkung

Steigerung der bäuerlichen Schlachtungen innerhalb eines Jahres um 36%. Gründung des Vereins zur Förderung und Erhaltung der Bergbauern e.V.: 30% aller ortsansässigen Landwirte sind Mitglieder. Aufbau und Organisation von Regionalvermarktungs-Strukturen: Vermarktung ab Hof, an Hotellerie/Gastronomie und Großversorger, Bauernmarkt, Veranstaltung von Festlichkeiten wie Dorffesten und "Bauernherbstfest" mit regionalen Produkten. Von 88 bäuerlichen Anwesen in Ramsau nehmen 84 die Fördermittel aus dem "Berchtesgadener Modell" in Höhe von insgesamt 45.000 DM in Anspruch. Realisierung der Umwelt-Betriebsprüfung und Einführung des EG-Systems für das Umweltmanagement VO 1836/93 für das Hotel Rehlegg - einem Partnerbetrieb des Projektes. Wissenschaftliche Begleituntersuchungen zu nachhaltiger Landbewirtschaftung und historischem Wandel der Landnutzung seit der Besiedelung des Raumes Berchtesgaden im 12. Jahrhundert. Die örtliche Waldbauernvereinigung erreichte eine vertragliche Garantie über die Abnahme von jährlich 850 t Holzhackschnitzel für die Anlage im neuen Kur- und Freizeitbad "Watzmanntherme" in Berchtesgaden.

Standort

Ramsau b. Berchtesgaden

Beteiligte

Bergbauern des Berchtesgadener Landes, vereinigt im Verein zur Erhaltung der Berglandwirtschaft in Berchtesgaden e.V.. 15 Partnerbetriebe in Gastronomie, Hotellerie und Metzgerhandwerk. Alpenforschungsinsitut mit Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Fremdenverkehrsverband des Berchtesgadener Landes (umfaßt die Gemeinden: Ramsau, Berchtesgaden, Bischofswiesen, Schönau am Königssee, Marktschellenberg) und Kurverwaltung Ramsau.

Finanzierung

Die Gesamtkosten beliefen sich auf ca. 700.000 DM. Das Projekt wurde durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt gefördert, die Durchführung oblag dem Alpenforschungsinstitut in Garmisch-Partenkirchen. Die Gemeinden des Berchtesgadener Landes förderten dieses Projekt mit 1,-- DM/Einwohner/Jahr innerhalb des Projektzeitraumes.

Projektkosten

350'000.00 Euro

Ansprechperson

Fritz Rasp
Im Tal 2
83486 Ramsau / DE
Telefonnummer: +49 8657 988920
Telefax: +49 8657 772
Email: [email protected]
Internet: http://www.ramsau.de/