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Projekte

Ortsgestaltungskonzept Maria Luggau

Im Lesachtal ist noch sehr viel an alter Bausubstanz erhalten, die immer mehr an Bedeutung gewinnt (Tourismus, Landschaftsbild, etc.). Durch die Revitalisierung der für den Ort charakteristischen Bauwerke (Fassadenrenovierung der alten Bauernhäusern im typischen Lesachtaler Baustil mit Lüftlmalerei, Restaurierung von Kirchen, Kapellen und Wegkreuzen, die Erhaltung der alten Wassermühlen, „Zuhäusln“ und „Kösn“) wird das Ortsbild gepflegt und erhalten. Das Dorf lädt zu einer Rundwanderung mit Besichtigung der Wallfahrtsbasilika, der alten funktionstüchtigen Wassermühlen, typischen Lesachtaler Bauernhäuser und des Lesachtaler Bauernladens ein. Altes Brauchtum wird gepflegt, Handwerkskurse werden angeboten. Im Ortsgestaltungskonzept wurde die Einteilung von Maria Luggau in Förderungszonen angeregt, um Prioritäten für die Förderung von Maßnahmen zur Erhaltung des Ortsbildes zu setzen.

Zielsetzung

Das Lesachtal ist wegen seiner Einzigartigkeit und seiner vielfältigen Natur- und Kulturlandschaft weithin bekannt und hat sich einer sanften, naturnahen Tourismusentwicklung verschrieben. Die Erhaltung der Natur- und Kulturlandschaft ist daher oberstes Ziel. Viele bäuerliche Gebäude („Zuhäusln“, „Kösn“, Wassermühlen etc.) wurden von den Bergbauern früher zur Bewirtschaftung benötigt; heute werden diese durch die Technisierung in der Landwirtschaft nicht mehr in jenem Ausmaß genutzt. Diese Bauwerke prägen aber das Landschaftsbild des Tales und machen den Reiz der Landschaft aus. Das gepflegte Dorf- und Landschaftsbild stellt mit das wichtigste Kapital für den Tourismus im Tal dar; gleichzeitig erhöht ein gepflegtes Ortsbild die Lebensqualität der einheimischen Bevölkerung.

Durchführung

Weiterentwicklung seit 1991:
Im Jahre 1992 wurde in Zusammenarbeit mit dem Amt für Orts- und Regionalbildgestaltung der Landesregierung, eine „Zuhäusl“ und „Kösn“-Aktion gestartet. „Zuhäusln“ sind kleine Nebengebäude der Bergbauern, die sie zur Bewirtschaftung der Felder die weiter weg vom Hof liegen nutzten und auch noch genutzt werden. Auf den „Kösn“ (Harpfen) wurde das Korn bzw. Gras getrocknet. Weiters wurden Fassadenrenovierungen bei Bauernhäusern, Restaurierung von Kapellen, Neugestaltung des Basilikaaufganges, etc. durchgeführt.
Planung Projekte 2000 – 2005 unter Voraussetzung der Genehmigung:
Dorfplatzgestaltung: ATS 600.000,--
Fassadengestaltung Bäckwirtmuseum: ATS 400.000,--
Kapellenrestaurierung: ATS 365.000,--
Erhaltung bäuerlicher Heuschupfen 150 Stk.: ATS 1.500.000,--
Mühlenrestaurierung, Haussanierungen: ATS 350.000,--
Erhaltung des historischen Ensembles Stalldorf Rauter Gosn: ATS 90.000,--

Wirkung

Ohne diese Maßnahmen wäre viel wertvolle alte Baukultur dem Verfall preisgegeben worden. Mit einem Erhaltungsvertrag von 20 Jahren verpflichten sich
die Bauern, die „Zuhäusln“ und „Kösn“ im alten Stil zu erhalten und nicht durch moderne Baumaterialien zu verfälschen (Schindeldeckung, etc.). Viel Häuser wurden dem Ortsbild angepaßt restauriert und renoviert; ebenso Kapellen, die ansonsten durch den finanziellen Aufwand nicht erhalten werden könnten. Daneben wurde der Kirchenaufgang zur Basilika neu gestaltet.

Standort

Maria Luggau

Beteiligte

Einheimische Bevölkerung, Gemeinde Lesachtal,
Amt der Ktn. Landesregierung, Orts- und Regionalbildgestaltung.

Finanzierung

Amt der Ktn. Landesregierung, Ort- und Regionalbildgestaltung; Gemeinde Lesachtal.
Förderungsvolumen für 38 „Zuhäusl“ und 15 „Kösn“ durch das Amt d. Ktn. Landesregierung:
ATS 495.000,--
Förderungsvolumen für Fassaden- und Bauernhaus-gestaltung, Kapellen, Getreidekästen, etc. seit 1991:
ATS ca. 400.000,--
Förderungsvolumen Basilikaaufgang durch das Amt d. Ktn. Landesregierung:
ATS 600.000,--,
Gemeinde:
ca. ATS 900.000,--

Ansprechperson

Hermann Schrall
Moos 2
9655 Maria Luggau / AT
Telefonnummer: +43 4716 442
Telefax: +43 4716 4424
Email: [email protected]